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Bundesfamilien berichten - 12.01.2012 |
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Martina Stetter (Südost, 5.Kurs), * 13.02.1925, + 07.02.2011 in Vöhringen 25 Tage vor ihrem Tod konnte Martina Stetter mit ihrem Ehemann Alfons anlässlich der diamantenen Hochzeit dankbar auf eine reich gesegnete Ehe zurückblicken, die geprägt war von der Spiritualität Schönstatts und ihrer Liebe zum Schönstatt-Familienbund. Von 1975 bis 1989 waren sie die Leitungsfamilie im "Gau der göttlichen Zuversicht", dem die Bundesfamilien der Diözesen Freiburg, Rottenburg, Augsburg und München angehörten und dessen Name und Originalität sie ganz wesentlich mitprägten. In ihre Leitungszeit fällt der Erwerb des Vallerauer Hofes bei Hillscheid und dessen Ausbau zum Josef-Kentenich-Hof als Zentrale des Familienbundes in Deutschland. Dieser erforderte großen Einsatz auf vielen Gebieten. Frau Stetter und ihr Mann stellten oft eigene Bedürfnisse zurück, um der Gemeinschaft zu dienen. Neben dem tätigen Einsatz war Frau Stetter die geistliche Verankerung und Vertiefung immer sehr wichtig. Man spürte, daß sie viel betete. Sie lebte mit einer Zuversicht, die nicht in menschlicher Absicherung, sondern in Gott ihren Grund hatte. Diese Tiefe prägte das Ehe- und Familienleben, und es war ihr immer ein Anliegen, dass diese Grundhaltungen auch in der Gemeinschaft des Familienbundes lebendig bleiben. So war ihr Leben ein Zeugnis des Glaubens für uns. Wir haben an Frau Stetter auch ihre Treue geschätzt: die Treue zu Schönstatt und zum Gründer aber auch ihre Treue im Kleinen. Sie besuchte zum Beispiel die Gemeinschaftsveranstaltungen unserer Diözesangemeinschaft, solange es ihre Gesundheit irgendwie zuließ. Mit großer Aufmerksamkeit und Anteilnahme verfolgte sie die Entwicklung der Gemeinschaft und trug die Aktivitäten der Jüngeren im Gebet und Opfer mit. Und sie dankte dafür. Es gab keinen Kontakt mit ihr, an dem sie nicht für unseren Einsatz für die Gemeinschaft gedankt hätte. Und es gab keinen Brief, den sie erhielt, der nicht eine dankbare Antwort von ihr fand. aus dem Nachruf der Diözesanleitung von Karl und Elisabet Rutzmoser u.a.
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Maria Boßmann (West, 4. Kurs), *17.02.1914, + 10.03.2011 in Moers Nach längerer Pflegebedürftigkeit durfte Maria Boßmann heimwärts zum Vater gehen. Lass uns gleichen deinem Bild / ganz wie du durchs Leben schreiten / stark und würdig, schlicht und mild / Liebe, Fried´ und Freud´ verbreiten .... Diese Strophe aus dem "Werkzeugslied" von P.Kentenich charakterisiert in ganz kurzen Worten das Wesentlichste aus Maria Boßmanns Leben. Sie war bis ins hohe Alter eine optimistische und gütige "Wächterin des Heiligtums" (4.Kurs). Noch als 90-jährige empfing sie ihre Bundesgruppe zu regelmäßigen Gruppenstunden im Wohnzimmerchen ihrer Seniorenwohnung mit einem liebevoll gedeckten Kaffeetisch und war bei den anschließenden Gesprächen mit ganzer Seele dabei. Den jüngeren Gruppenmitgliedern war sie ein Vorbild für ihre "Wächtertreue" zu Schönstatt und zum Familienbund. Bezüglich der Sicherungen der Geistpflege meinte sie: "Man muss halt jeden Morgen neu anfangen und sich aufraffen" - und das tat sie auch! - Zusammen mit ihrem Mann Wilhelm (+ 1989) engagierte sie sich in den Anfangsjahren aktiv beim Aufbau des Josef-Kentenich-Hofes in Aufgaben, die beide - schon in fortgeschrittenem Alter! - noch erfüllen konnten. Danach blieben ihr noch reichlich 20 Jahre Zeit, als stille Beterin den allgemeinen Anbetungskreis und den Anbetungskreis der Witwen mit zu tragen. aus mündlichen Mitteilungen
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Alois Siedler (Süd, 11.Kurs), *16.08.1931, + 30.06.2011 in Oberndorf (Neckar) Alois hat sich in unserer Gemeinschaft nie nach vorne gedrängt. Umso aufmerksamer wurde seine Stimme gehört, wenn er sich nach reiflicher Überlegung in der Runde zu Wort meldete und aus seiner tiefen Gläubigkeit und reichen Lebenserfahrung seinen Beitrag brachte. Wir haben ihn hoch geschätzt als vorbildlichen Familienvater, als tüchtigen Handwerker und Geschäftsmann. Seine handwerklichen Fähigkeiten stellte er gerne in den Dienst der Gottesmutter und des Bundes, wenn es um Renovationen im Josef-Kentenich-Hof und im Bundesheiligtum ging. - Vor ein paar Jahren schnitzte er Hirtenstäbe für die Diözesangemeinschaft Süd. Damit hat er uns ein schönes Andenken hinterlassen. Diese Hirtenstäbe werden den Gruppenführerfamilien überreicht um sie an ihr Hirtenamt zu erinnern. In seiner Sportbegeisterung scheute er nicht davor zurück, in den Fußballrunden der Väter gegen die Söhne auf dem Sportplatz des Hofes mit vollem Einsatz mitzuspielen, was ihm einmal eine nicht ganz harmlose Schulterverletzung einbrachte. Sein Herz schlug für Josef Engling, Cambrai und Merville. Mit Dankbarkeit erinnern wir uns an einige erlebnisreiche Englingfahrten unseres Kurses, für die er sich als Reiseführer zur Verfügung stellte. aus dem Nachruf des Kursführers Rudolf Gerber |
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Werner Schollmeier (Ost, 6. Kurs), * 17.09.1924, + 22.08.2011 in Beberstedt (Eichsfeld) Am 22.08. 2011, am Fest Maria Königin verstarb Herr Werner Schollmeier aus dem 6. Kurs, "Confoederatio Patris Perfecta". In den Jahren 1978 bis 1985 waren Werner und Rosilde Schollmeier Kursführerfamilie. In Begleitung von Pater Klein schloss der Kurs 1985 das Vaterbündnis. Durch Demenzerkrankung schwer gezeichnet durfte Werner Schollmeier nach kurzem Krankenhausaufenthalt die letzten Tage im Kreis seiner Familie verbringen und sich in liebevoller Pflege gemeinsam mit seiner Frau Rosilde und den Kindern und Enkeln auf den Heimgang vorbereiten. Den Sterbetag, Maria Königin und gleichzeitig auch Pallottitag (als 22. des Monats) betrachtet die Familie als Geschenk. Das Bild Pallottis war in dieser Zeit im Hausheiligtum von Familie Schollmeier. Rosilde Schollmeier schreibt in ihrer Danksagung: "Unser Vater hat es sehr gut gemeint mit uns, indem er so einen schönen Sterbetag ausgesucht hat. Der 22. August, "Maria Königin" und unser Pallotti-Tag, ist ein wunderbares Geschenk für uns." Familie Schollmeier hat 7 Kinder, 27 Enkel und 7 Urenkel. Zwei Töchter und ein Sohn gehören mit ihren Familien zum Schönstatt-Familienbund - ein Zeichen dafür, dass die Eltern ihren Kindern den Familienbund gewinnend vorgelebt haben. Ein Höhepunkt der Familie Schollmeier war das "Hochzeits-Großereignis im Lumen-Patris-Gau" von dem die Familienbund-Nachrichten im April 2004 berichteten. Werner Schollmeier war auch in seiner Heimatgemeinde sehr aktiv und geschätzt. Er war seit 1972 Diakonatshelfer. Für seine vielfältigen Dienste in der Gemeinde wurde ihm 2004, am Tag seiner Goldenen Hochzeit, die Elisabeth-Medaille des Bistums Erfurt verliehen. Beate Seidl
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Steffen Erfort (Mitte, 23.Kurs), * 13.08.1962, + 10.11.2011 in Hillscheid Viele Bundesmitglieder haben Steffen Erfort als tiefgläubigen Menschen erlebt. Seine große Ehrfurcht vor der Eucharistie wird in einer kleinen Begebenheit deutlich. Er sagte: Vor der Aktentasche, in der die Krankenkommunion transportiert wurde, müsste man auch eine Kniebeuge machen. Er war ein überzeugter Katholik mit einer besonders tiefen Verehrung für Johannes Paul II. Unverbrüchlich stand er zur Kirche und der kirchlichen Lehrmeinung und ebenso treu zum Gründer Schönstatts. Zu einem Besucher am Krankenbett sagte er sinngemäß: Ich habe mich ganz in Gottes Willen gegeben. Wenn es Gott zuläßt, dass ich wieder gesund werde, wegen der Familie, dann bin ich froh; wenn es aber Gottes Wille ist, dass er mich in die Ewigkeit führt, dann tue ich es für Pater Kentenich und dafür, dass der Familienbund gründertreu bleibt. Zusammen mit seinen Kursgeschwistern ersehnte er einen "heiligen Familienfrühling" für die Kirche. Dabei ging es ihm nicht um eine Veränderung der äußeren Strukturen, sondern um eine Erneuerung der Kirche von Innen heraus. Er war ein Familienmensch im guten Sinne. Dies zeigte sich z.B. daran, dass beim Erwerb des Hauses in Hillscheid der Gedanke eine Rolle spielte, die alten Eltern ggf. aufnehmen zu können. Er freute sich sehr über die Möglichkeit, seiner Familie eine neue Heimat zu schenken und war begeistert von der großen Terrasse des Hauses mit Blick auf den Garten. Die Sonntagheiligung war ihm ein großes Anliegen. Deshalb versuchte er auch in der Zeit auf dem Josef-Kentenich-Hof in der eigenen Familie eine Kultur des Sonntags hochzuhalten. Für seine Frau, die mit der Hausleitung viel zu tun hatte, war er der sichere Rückhalt und ein kluger Ratgeber. Besondere Verdienste erwarb sich Steffen Erfort durch seine Mitarbeit in der Studienkommission. Er war ein fundierter Kenner der Texte P. Kentenichs, und jeder Interessent bekam postwended von ihm Hinweise auf wichtige Textstellen. Er fühlte sich als geliebtes Kind des Vaters. So wird auch sein Wunsch verständlich, im Bundesheiligtum aufgebahrt zu werden. Sein schweres Leiden hat er für den Gründer und für die Bundesgemeinschaft aufgeopfert. Dass er friedlich in den Armen seiner Frau entschlafen durfte, mag die Familie in ihrem großen Schmerz trösten, und wir alle hoffen gläubig auf seine Fürsprache in den Anliegen seiner Famiie, aber auch des Familienbundes. Maria und Joachim Kiess
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| PS: Hier die Danksagung von Familie Erfort. |