Das eigentliche Jubiläum wurde als großes internationales Familienfest begangen. Die Familien kamen mit vielen
Kindern nicht nur aus Deutschland, West- und Osteuropa sondern auch aus Mittel- und Südamerika. Viele von ihnen waren
in der Pfingstwoche zu Gast bei Bundesfamilien in Deutschland, um das internationale "Netz der Hausheiligtümer" zu
knüpfen.
Die Feier begann am Samstag, dem 17.Juni auf dem Josef-Kentenich-Hof in Hillscheid und erlebte am folgenden
Dreifaltigkeitssonntag mit etwa 700 Teilnehmern ihren geistlichen Höhepunkt im Pontifikalamt mit Kardinal
Joachim Meisner in der Anbetungskirche auf Berg Schönstatt. Anwesend waren neben den zahlreichen Vertretern
anderer Gemeinschaften Schönstatts auch etliche Vertreter des öffentlichen Lebens.
|
Die meisten Familien mussten wegen der beschränkten Kapazität des Josef-Kentenich-Hofes in den Häusern in Schönstatt untergebracht werden. Doch viele von ihnen waren bereits am Freitag und noch früher zum J.-Kentenich-Hof gekommen, um bei den Vorbereitungsarbeiten mitzuhelfen, sich mit den Neuankommenden zu freuen und "Heimatluft" zu atmen.
|
der Josef-Kentenich-Hof bei Hillscheid
|
|
Am Samstag waren es über 600 Teilnehmer, Familien mit ihren Kindern, die sich in und vor der Kapelle des Hofes versammelten und gemeinsam die besonders familienhaft gestaltete Eucharistie feierten.
Familie Martin, das Leitungsehepaar des Familienbundes in Deutschland begrüßte alle Anwesenden herzlich, vor allem die "TAM"s, die "temporär assoziierten Mitglieder" des Familienbundes. Wie sich bald herausstellte, waren damit die Kinder und Jugendlichen gemeint.
|
Vor dem Bundesheiligtum
|
Ehepaar Martin begrüßt
|
|
|
Besonders eindrucksvoll war die Vigilfeier. Im Rahmen dieses feierlichen Abendgebets am Samstag erinnerten sich die
Familien an die Romfahrt des Familienbundes 1998, die ganz im Zeichen des Hl.Geistes gestanden hatte. Unvergesslich
war allen die Begegnung mit dem Papst, der die Familien zusammen mit ihren Kindern, Kleinkindern und Jugendlichen zu
einer Privataudienz in der "Sala Clementina" empfangen, mit ihnen gesprochen und schließlich ihr Heilig-Geist-Symbol
gesegnet hatte.
Dieses von den Familien nicht nur materiell, sondern vor allem geistig erarbeitete Symbol des Hl.Geistes, eine goldene
Taube, wurde an diesem Samstagabend im Schönstattheiligtum auf dem Josef-Kentenich-Hof angebracht, wobei im Kreis der
vielen Landesfahnen die "Feuer der Nationen" um das Heiligtum in den klaren Abendhimmel loderten. Dazu die Gesänge und
Gebete "in allen Sprachen, Zungen und Nationen" - es war wie ein Pfingstereignis! Noch tief in die Nacht hinein
erklangen stimmungsvolle und fröhliche Lieder in deutsch, polnisch, spanisch, tschechich und noch anderen Sprachen.
|
Ehepaar Breyer, 1.Kurs
Prof.Dr.Norbert Martin
|
|
|
Der Festakt am Sonntag in der Aula der Anbetungskirche begann mit Musik und Ansprache, wie es eben bei Festakten üblich ist. Aber dann folgte ein herzerfrischendes Singspiel, das nur bei Familien möglich ist: Ein Sprecher mit dem Zeitenfernrohr blickte in die Geschichte und die Zukunft des Familienbundes. Begleitet von einer Sing- und Instrumentalgruppe hüpften dabei auch Hühner und kleine Schweinchen über die Bühne, um die Anfangszeit des Josef-Kentenich-Hofes zu veranschaulichen. -
Sogar ein Kardinal, ganz in Purpur gekleidet, spielte mit.
Der richtige Kardinal, Kardinal Meisner, feierte anschließend mit den Familien die Eucharistie. In der großen Anbetungskirche auf Berg Schönstatt, die bis auf den letzten Platz gefüllt war, hielt er eine marianische Festpredigt mit aktuellen Bezügen zur kirchlichen Lage in Deutschland, die von den Zuhörern mit großem Applaus aufgenommen wurde.
Besonders eindrucksvoll war die Gabenprozession, bei der alle Generationen und alle Nationen Gaben und Symbole brachten, und Kardinal Meisner sich den einzelnen, vor allem den Kindern mit ihren Blumen, mit aufmunternden Worten zuwandte.
Danach fuhr er mit hinauf zum Josef-Kentenich-Hof, wo den ganzen Nachmittag bis in die Nacht hinein gefeiert wurde. Die ersten mussten sich allerdings schon vor der Schlussandacht am Nachmittag auf den z.T. langen Heimweg oder Flug begeben.
|
1942
1950
1962
1977
|
Festgottesdienst
Kinder bringen Blumen
Segen
"Gabentisch"
|
Gestärkt und voll Freude über das herrliche Fest gibt diese geistlich und menschlich begeisternde
Erfahrung den Familien Mut und neuen Schwung, die Ziele der Gemeinschaft im Alltag trotz aller Widrigkeiten
und eigenen Unzulänglichkeiten immer wieder neu anzugehen.
(Ein kurzer Bericht über das Jubiläum befindet sich auch in den News des
Press-Office )
_______________________________________________________
Webmaster: Agnes und Berthold Gerber, Tulpenstr.10, 76199 Karlsruhe, Tel. (0721) 890273
|