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Bundesfamilien berichten - Dezember 2007 |
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Hermann Böning |
Hermann Böning (Ost, 15.Kurs), * 19.01.36, + 08.02.07
in Kefferhausen (Eichsfeld) Das schlichte Ja Mariens in der Stunde der Verkündigung war für ihn Aufgabe und Ziel seines Lebens. Er hat dieses Fiat vorgelebt: Sein Ja zum Tod seiner ersten Frau und Mutter von fünf Kindern, danach in der zweiten Ehe sein Ja zu noch einmal zwei kleinen Kindern in nicht mehr ganz jungen Jahren; dann sein Ja zum Vorruhestand, hier aber erfüllt mit so vielen Aufgaben, die ein im Beruf stehender gar nicht erledigen kann. Hermann Böning war immer aktiv und unterwegs für seine große Familie, für den Kurs, für Schönstatt, dort besonders im "Kleinen Paradies", für die Pfarrei. Vom Bistum Erfurt erhielt er die Elisabeth-Medaille (siehe im Nachrichtenarchiv März 2005) und vom Landkreis Eichsfeld den Ehrenring als Auszeichnung für ehrenamtliche Tätigkeit (November 2006). Stillsitzen konnte er nicht. In schlichter Selbstverständlichkeit war er immer und für jeden da. Schließlich sein Ja zur Krankheit, mit dem er anderen Menschen in ähnlicher Situation Mut machte. Viele haben gar nicht gemerkt, wie schlecht es ihm eigentlich ging. Er hat immer abgewinkt. Bis zum Tod hat er sein Lieblingsgebet gesprochen:"Ja, Vater, ja, dein Wille stets geschehe, ob er mir Freude bringt, ob Leid, ob Wehe" |
Eleonore Senft |
Eleonore Senft (Ost, 3.Kurs), * 09.09.22, + 17.02.07 in Heiligenstadt Ihr Leben war getragen von lebendigem Glauben und Gottvertrauen. Bescheiden, freudig, hilfsbereit, geduldig - so kannte man Eleonore Senft in Heiligenstadt. Mit selbstloser Hingabe hat sie ihre Eltern und später ihren Ehemann Berthold in den Jahren des Alters und der Krankheit gepflegt. In der Pfarrgemeinde St.Ägidien war sie auch im hohen Alter noch in vielen Diensten engagiert. Was sie sich vom lieben Gott erwünscht hatte, hat er ihr erfüllt: Nach einer Krebsoperation holte er sie ohne lange Leidenszeit zu sich heim zum himmlischen Hochzeitsmahl. Familie Senft hatte zwei Kinder und gehörte dem Fidelitas-Kurs an, dem Kurs, der den Familienbund in der damaligen DDR aufbaute und seine Bundesweihe am 21.8.1961 ablegte - acht Tage nach dem Bau der Berliner Mauer. Die Familien haben in schweren Zeiten treu zu Schönstatt und zur Kirche gehalten und die meisten Kursmitglieder durften später auch noch den Fall der Mauer erleben. |
Siegfried Breyer |
Siegfried Breyer (Süd, 1.Kurs), * 31.07.14, + 05.06.07
in Friedrichshafen Seit fast 15 Jahren waren Martha und Siegfried Breyer das letzte noch lebende Ehepaar des Coenakulumkurses, der am 4.Juni 1950 die Bundesweihe in die Hände des Gründers gelegt und den Aufbau des Familienbundes begonnen hat. Am Gründungsereignis nahm er ohne seine Frau teil und musste vorzeitig nach Hause fahren, denn dort lag seine Frau im Krankenhaus und es bestand die Gefahr einer Vergiftung. Das erwartete Kind war im Mutterleib gestorben. Pater Kentenich nahm in seiner Predigt auf dieses Leid und Opfer Bezug. Herr Breyer erzählte Jahre später: "Das war unser Beitrag für den Familienbund, darum fühlen wir uns immer noch verantwortlich für die Gemeinschaft". Und dies bis zuletzt! Bei der Romfahrt 1998 des Familienbundes reichte Ehepaar Breyer dem Papst das Heilig-Geist-Symbol, ihr Kurssymbol, damit er es segne; 2000 übergaben sie das Symbol dem Familienbund (siehe Jubiläum) und noch beim ersten internationalen Kapitel beeindruckte Siegfried Breyer die ausländischen Kapitulare durch seine Anwesenheit und seinen Bericht . (Januar 2005). Er nutzte die Jahre, die ihm in geistiger und körperlicher Frische geschenkt waren, eine ausführliche Kurschronik zu schreiben, die ja zugleich eine Chronik des Familienbundes ist. |
Franziska Hockeler |
Franziska Hockeler (Nord, 2.Kurs), * 25.03.14, + 10.06.07
in Herne Nach langer Krankheit ist Frau Franziska Hockeler aus dem Nazareth-Patris-Kurs verstorben. Sie war die zweite Ehefrau von Hans Hockeler, einem der eifrigsten Mitarbeiter in der Anfangszeit des Josef-Kentenich-Hofes, der den Arbeitseinsätzen als "HHH" (= Hans Hockeler Herne) seinen fröhlich-originellen Stempel aufprägte. Franziska war die Schwester von Anna Hockeler, der ersten Ehefrau von HHH, und war nach deren Tod der Familie mit vier Kindern eine gute Mutter. Nicht nur aus Liebe zu ihrem Mann wollte sie in den Familienbund eintreten, sondern aus eigener Überzeugung. Trotz des späten Einstiegs wuchs sie ganz tief in den Geist und die Lebensform unserer Gemeinschaft hinein und legte die Bundesweihe ab. Auch als sie in ihrer Krankheit (Altersdemenz) kaum noch ansprechbar war, konnte sie immer noch die Kurs- und Bundesgebete sprechen, so stark hatten sich die Treue und Hingabe an die Gottesmutter in ihre Seele eingegraben. |
Kurt Heck |
Kurt Heck, * 23.07.34, + 23.06.07
in Saarbrücken Die große Liebe von Kurt Heck war der Josef-Kentenich-Hof. Für dessen Sorge war ihm kein Opfer zu groß. Viele Jahre war er "Chef der Grünen" (= Vorsitzender der Gartenkommission), deshalb lagen ihm vor allem die Pflege von Garten und Außenanlagen am Herzen. Immer wieder trommelte er eine Mannschaft zusammen und motivierte sie zur Mitarbeit. (siehe z.B. seine Einladungen im Februar 2006 und sogar noch im Februar 2007 als seine Krankheit schon weit fortgeschritten war.) Und nach getaner Arbeit versorgte er den WEB-Master mit Bildern und Berichten vom Arbeitseinsatz (zum letzten Mal im April 2007 ). Sein zweites großes Anliegen war die Sammlung von Digital-Bildern aller lebenden und verstorbenen Mitglieder des Familienbundes, die er bis kurz vor seinem Tod vervollständigte. In den letzten Tagen und Wochen bereitete er sich ganz bewusst auf seinen Tod vor und sah ihm gelassen und fast heiter ohne zu Klagen entgegen. Noch Anfang Juni entwarf er mit dem Computer sein Sterbebildchen mit der Danksagung für die Weggemeinschaft bis zur Beerdigung, damit seine Angehörigen danach nur noch das Todesdatum einfügen müssten. Wer erlebt hat, mit welch großem Gottvertrauen Kurt Heck diesen Weg gegangen ist, ist ergriffen von der wandelnden Kraft des Liebesbündnisses. Der "Gärtner vom Josef-Kentenich-Hof" hat im himmlischen Mariengarten sicher ein besonders schönes Plätzchen bekommen! |
Elisabeth Philipps |
Elisabeth Philipps (West, 16.Kurs), * 07.06.49, + 25.06.07
in Gladbeck Der Tod frägt nicht nach dem Alter! Viel zu früh wurde Elisabeth Philipps vom 16. Kurs - "Kind des Vaters in neuer Familie" - nach einer heimtückischen Krankheit ins ewige Licht heimgerufen. Dabei waren die Bundesgeschwister der Diözesangemeinschaft West zu Jahresbeginn noch zuversichtlich, denn es hatte den Anschein, als ob der Krebs überwunden sei.Voll Hoffnung wählten sie Elisabeth und Werner Philipps für die kommenden sechs Jahre als Ratsfamilie in die Diözesanleitung , nachdem sie die beiden in der vorhergehenden Leitungsperiode durch ihre ruhige, besonnene Art schätzen gelernt hatten. Beim Sterben war ihre Familie (eine Tochter und zwei Söhne, die noch im Studium sind) an ihrem Krankenbett versammelt und hat sie begleitet. Sie durfte ihren letzten Atemzug in den Armen ihres Mannes tun. Sie hat in den letzten Tagen und Wochen immer wieder ausgedrückt, wie wichtig ihr die Gemeinschaft des Familienbundes geworden ist - vor allem die Solidarität im Gebet. Das Bundesfest 2007 hat Elisabeth noch ganz lebhaft vom Krankenbett aus miterlebt. Auf der Todesanzeige stand der Hochzeitsspruch von Ehepaar Philipps: "Es gibt ein Licht in meinem Leben und dieses Licht bist Du!" |
Luzia Gallus |
Luzia Gallus (Nord, 4.Kurs),   * 24.11.21, + 31.08.07
in Münster In der Totenpredigt ging der Pfarrer vom Evangelium "Maria und Martha" (Lk. 10,38) aus. Frau Luzia Gallus verkörperte beide Frauen. Über rund 40 Jahre hinweg ging sie ihrem Naturell entsprechend, immer freundlich und zuvorkommend, treppauf treppab, um für die verschiedenen katholischen Hilfsorganisationen zu sammeln. Auch packte und verschickte sie unzählige Hilfspakete als Liebesgabe für bedürftige Menschen. Damit sich die Gläubigen in ihrer Pfarrgemeinde wohlfühlten, sorgte sie für Ordnung im Kirchenraum. Nach jeder hl. Messe sortierte sie die Gebetbücher. Wenn die Glaskirchentüren Fingerspuren aufwiesen wurden diese sogleich von ihr beseitigt. So verwirklichte sie auf ihre orginelle Weise das Kursideal "Wächter des Heiligtums". Sie stand auch dem Pfarrer und der Kirchengemeinde mit Rat und Tat zur Seite und ihre Meinung war sehr gefragt. Luzia Gallus holte ihre Kraft aus der täglichen Mitfeier der hl. Eucharistie, dem Rosenkranzgebet und der Zugehörigkeit zur Gemeinschaft des Familienbundes. Sie hat im "Ursprungstreuegau" wahrhaftig ursprungstreu gelebt. Ihrem Namen "Luzia" (Lichtbringerin) machte sie alle Ehre. Sie war eine Frau der Tat, nicht der vielen Worte, und war wirklich Licht für andere. |
Antoinette Hoogland |
Antoinette Hoogland (Nord, 4.Kurs), * 18.07.25, + 24.09.07
in Deventer (NL) Antoinette (Netty) war die zweite Ehefrau von Antoon Hoogland, dessen erste Frau Maria mit 52 Jahren verstorben war. Von der Beerdigung und der Heiligen Messe wird berichtet: "Viele Menschen haben daran teilgenommen. Man brauchte Antoon nicht zu trösten. Er hat getröstet und auf Pater Kentenich und die Gottesmutter hingewiesen". Bei der Krönung des Bildes im Hörde-Forum waren Antoon und Antoinette Hoogland ausdrücklich mit eingeschlossen und die Diözesangemeinschaft Nord wird weiterhin im Gebet mit ihnen verbunden bleiben. Antoinette Hoogland war Fokolarin. Herr Hoogland wählte für die Todesanzeige ein Wort von Chiara Lubich: "Maria! Jenseits der Grenze des Lebens gibt es eine Mutter, die über uns wacht. Und welch eine Mutter!" |