Bundesfamilien berichten     -    Juli 2007

            

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30.Juni/1.Juli:    Großes Engling-Begegnungsfest in Merville und Cambrai

13. Juli:   Blutlache im JK-Hof
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30.Juni/1.Juli : Großes Engling-Begegnungsfest in Merville und Cambrai

Rathaus von Merville
Samstag, 10.00 Uhr
Mit bundeseigenem Chauffeur startete der Bus halbvoll am Josef-Kentenich-Hof, lud die zweite Hälfte der Pilgerschar beim Urheiligtum ein, um 45 Englingfans aus allen drei Familiengemeinschaften, aber auch Patres, Schwestern, Frauen von Schönstatt und Vertreter von Mütterbund und Männerbund nach Merville zu transportieren. Die Fahrt war zu kurz, um alle vorgesehen Einstimmungsreferate zu hören und alle Englinglieder zu singen. Die Zielgerade zwischen Rathaus und Kirche führte geradewegs knapp rechtzeitig zum "Maison Dioecésaine d´Acceuil", wo bereits mindestens doppelt so viele Schönstätter aus verschiedenen Ländern sehnsüchtig den Bus erwarteten; denn es war höchste Zeit zum Rathaus zurück zu eilen zum hochoffiziellen Empfang, zu dem alle Pilger eingeladen waren.
Pfarrkirche St.Pierre

17.30 Uhr: Empfang im Rathaus durch Bürgermeister Jean Rapaille und den Stadtrat. Mit Augenzwinkern wies der Bürgermeister auf die laut Gesetz in Frankreich gebotene strikte Trennung von Staat und Kirche hin, die man aber in Merville nicht so eng sieht. Denn die Stadt empfing die Pilger aus Deutschland und vor allem auch den Diözesanbischof Gérard Defois von Lille und den Ortspfarrer Dekan Nicolas Tiberghien mit einer ehrlichen, herzlichen Freude, die sich in Ansprachen, Geschenken und Sektempfang ausdrückte.
Empfang im Rathaus
Bürgermeister Rapaille und H.u.G.Zier
Bischof Defois und Père Nicolas
Sektempfang

19.00 Uhr: Vigilfeier in der Pfarrkirche - Père Nicolas und Hans Zier moderierten die vielfältigen Beiträge dieser deutsch-französischen Begegnung, die Jugendmusikgruppe "Tiberiade" sang und begleitete die Lieder. Der Kirchenraum, die liturgischen Gewänder der Priester, die Worte des Evangeliums, gemeinsame Gebete und der Segen des Bischofs sorgten dafür, dass diese Begegnungsstunde zugleich ein Gottesdienst war.
Das Programm umfasste Grußadressen aus aller Welt, Vorstellung der "Gefährten des Hl.Franziskus" (eine französische geistliche Gemeinschaft), Informationen über Schönstatt und Josef Engling, Zeugnisse von Katharina Becker (85 J.) und Andreas Matt (40 J.) über ihre Beziehung zu Josef Engling, Informationen von Pater Schmiedl zum Seligsprechungsprozess. Emanuel Zier las den Text von Josefs Lebensangebot vor und stimmte so auf die Predigt des Bischofs ein, der seine große Wertschätzung für Josef Engling ausdrückte (siehe Postskriptum 3!)
Im Rahmen dieser Begegnung wurde auch das erste Pilgerheiligtum für Merville ausgesandt. "Josef will Merviller werden"!
Nach der Vigilfeier lud die Pfarrgemeinde alle Pilger zu einem Abendessen ein, so dass wir erst gegen Mitternacht müde, aber glücklich in unser Quartier kamen.
Katharina Becker
Aufmerksame Zuhörer
Predigt
Aussendung
Abendessen

Eucharistiefeier mit der Pfarrgemeinde
Sonntag, 10.00 Uhr
Inzwischen waren noch mehr Schönstätter aus Deutschland und Belgien angereist, die - ohne zu übernachten - die Einweihung des Memorials in Merville miterleben wollten. Wegen des ungewissen Wetters fand der Festgottesdienst nicht auf Costenobles Wiese beim Memorial statt, sondern in der Pfarrkirche. In dem geschlossenen Raum der Kirche feierten wir mit 10 Zelebranten einen Gottesdienst, der mit Orgel und lateinischer Messe wahrscheinlich würdiger gestaltet war, als dies beim Memorial an der stark befahrenen Rue de Maroeuil möglich gewesen wäre.
Kirchenchor und Fahnenschwinger

Nach der Hl.Messe
bewegte sich ein Autokorso zum Memorial. Wer nahe am Geschehen sein wollte, drängte sich um Père Nicolas Tiberghien, der die "Petite Chapelle" einweihte. Wer dort keinen Platz mehr fand, blieb bescheiden auf Costenobles Wiese und war dadurch noch näher an der Stelle, wo Josef Engling im Granatloch am Ufer der Alten Lys sein Leben angeboten hatte.
Reichlich 200 Personen aus vielen Ländern und allen Generationen nahmen an der Einweihung teil,

Pater Penners brachte die Grüße der deutschen Schönstattbewegung, Père Nicolas Tiberghien sprach den Segen. Rosa-Maria und Josef Wieland verlasen die Urkunde (siehe Postskriptum 3 !), Hans Zier übergab sie an Franz Neubauer, der sie in den Boden der Chapelle versenkte. Gleichzeitig entstand aus Kieselsteinen, die in ein Betonbett eingesenkt wurden, ein "Kreuz der Einheit", welches neben der Gedenktafel für Josef Engling angebracht werden soll. Die Pilger hatten die Kieselsteine überreicht als Zeichen ihrer Opfer und Bitten.
Segen mit Weihwasser
Verlesung der Urkunde
Die Urkunde wird verschlossen und ...
...in den Boden gesenkt
Das "Kreuz der Einheit"

Nach der Einweihungsfeier traf man sich zum Abschiedsessen in Costenobles Scheune, wo Hans und Gertrud Zier allen dankten, die bei der Vorbereitung und Durchführung des Festes mitgewirkt haben.
Costenobles Scheune
Mittagessen
Dank den guten Geistern von Merville
Dank an Mme. und ...
...Mr. Costenoble

Um 14.00 Uhr starteten der Omnibus und die zahlreichen PKWs in Richtung Cambrai, um sich nach 100 km Fahrt dort um

16.00 Uhr beim "Foyer de Schoenstatt" im Schatten des Heiligtums
einzufinden. - "Thun St.Martin - Josef Engling und die Spiritualität Schönstatts. - Die Diözese Cambrai, ihr Erzbischof Garnier und eine französische Jugendgruppe freuen sich, eine deutsche Wallfahrt zu begrüßen, die in den Spuren Josef Englings durch Nordfrankreich pilgert", so stand es sinngemäß auf der Vorderseite des Textheftes für die Feierstunde vor dem Heiligtum.
Und als der Bus ankam, war der Bischof bereits da und die Jugendgruppe rüstete sich zu einem Farben-Regenbogen-Spiel. Gertrud und Hans Zier brachten eine Ähre und einen Backstein vom Memorial mit als Symbole für die Einheit von Merville und Cambrai in Josef Englings Leben. Nach Grußworten von Familien aus Tschechien und Spanien begrüßte Josef Wieland den Bischof als "Vater". Diese Anrede ist für Deutsche etwas ungewohnt, in Frankreich aber durchaus üblich und entspricht dem, was P.Kentenich bei seiner Heimkehr aus dem Exil Papst Paul VI. versprochen hat. Erzbischof Garnier stellte in seiner Ansprache Josef Engling als Zeuge für den Frieden vor. Wie Josef sollen wir Zeugnis für den Frieden geben, denn wir sind für den Frieden in der Welt und in unseren Herzen verantwortlich.
Spiel mit den Farben
Symbole der Einheit
Gruß an den "Vater"
Predigt des Bischofs
interessierte Zuhörer

Nach der gemeinsamen Weiheerneuerung und dem Segen des Bischofs versprach Pater Penners das Gebet der Schönstattfamilie für die Anliegen des Bischofs und seiner Diözese.
Schwester Michéla lud die Pilgerschar ein, bei Sekt und Gebäck noch ein bisschen im Schatten des Heiligtums der Einheit zu verweilen. Um 18.00 Uhr, nach dem Angelus, schlug die Abschiedsstunde, denn es gab Leute, die noch mehr als 700 km Fahrt vor sich hatten und trotzdem am Montagmorgen fit sein sollten für die Werktagsheiligkeit.
Mr.Bocquet übersetzt P.Penners Ansprache
Sr. Michela
kleine, große, schwarze weiße
Gespräch mit Sekt
Abschied

Postscriptum Nr.1
Solch ein ausführlicher Bericht darf nicht enden, ohne zwei Symbole zu nennen, die bei dieser Merville-Cambrai-Fahrt dabei waren:
Paul Hannappel
Ein altes, aber lebendes Symbol für Cambrai: Unser treuer Marienbruder Paul Hannappel, der über 40 Jahre das Fünf-Sterne-Hotel St.Hubert regierte. Für ihn war es eine große Freude, das Wochenende mitzuerleben in der begründeten Hoffnung, dass Schönstatt in Frankreich nun doch allmählich wächst.

Ein noch ganz junges Symbol für Merville: Das eigenartige Kreuz, das während der Wallfahrt überall gegenwärtig war. Weil oft nach der Bedeutung dieses Kreuzes gefragt wurde, sei hier eine ganz kurze Antwort gegeben: Es ist ein Stück eines abgestorbenen Baumes, der bei der Renovierung des Memorials entfernt werden musste. - Möge dieses Kreuz neues Leben wecken!
Das Merville-Kreuz

Postskriptum Nr.2
Inzwischen sind auf verschiedenen WEB-Seiten weitere Berichte über das Merville-Cambrai-Ereignis erschienen. Wir empfehlen den Besuch folgender Seiten:
1. WEB-Seite des Dekanats Merville www.catholique-flandrelys.com
2. WEB-Seite des Instituts der Schönstatt-Familien www.schoenstatt-familien.de
3. WEB-Seite des Schoenstatt-Press-Office - offizieller Bericht http://www.schoenstatt.de/news2007/07/7t0790de-fra-merville-fleurit.php
4. Josef Englings WEB-Seite www.josef-engling.de. Auf ihr sind Bilder und Bericht von Merville angekündigt.(Stand:06.07.07)
5. WEB-Seite des Schoenstatt-Press-Office - Eindruecke einer Mexikanerin, die die Einweihung miterlebt hat. http://www.schoenstatt.de/news2007/08/7t0893de-fra-merville-cambrai-recuerdos.php

Postskriptum Nr.3
Folgende Texte dieser Englingfahrt kann man sich aus dem Internet herunterladen

Beim Empfang im Rathaus
    1. Hans und Gertrud Zier, Ansprache (nur französisch)    -    www.familienbund.net

Bei der Vigilfeier
    2. Bischof Gérard Defois, Predigt    -    www.familienbund.net
    3. Hans und Gertrud Zier, Ansprache    -    www.familienbund.net
    4. Katharina Becker, Zeugnis für Josef Engling    -    www.familienbund.net
    5. Andreas Matt, Zeugnis für Josef Engling    -    www.familienbund.net

Bei der Einweihung des Memorials
    6. Die Urkunde von der Einweihung des Memorials    -    www.familienbund.net

Auf der Hin- und Rückfahrt im Omnibus
    7. Horst Meyer: "Gedanken zur Fahrt nach Merville"    -    www.schoenstatt-familien.de
    8. Rudolf Gerber: "Notizen zur schönstättischen Cambrai-Strömung 1958-1965"    -    www.familienbund.net

    9. Das Text- und Programmheft der Englingfahrt   -    www.josef-engling.de
abg
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Blutlache im JK-Hof

Die Blutlache im Innenhof
Nur Schulungsmaterial? oder etwa das Ergebnis einer Wochenendtagung der Kursführer? (Freitag, 13.(!) bis 15.07.07). Die Frage ist berechtigt, hatte sich doch diese Tagung neben anderen Schulungsthemen auch mit der Frage "Konfliktbewältigung" beschäftigt. Kinder des 28.Kurses beobachteten vom Fenster aus das Geschehen in jener lauen Sommernacht. Sie wurden von den Tätern mit Süßigkeiten bestochen, damit sie ihren Eltern (die gleichzeitig ihre Jahrestagung begannen   -   14.-21.Juli) nicht allzuviel berichten über das grausam vergossene Rebenblut im sommerlichen Innenhof. Die Kinder scheinen dicht gehalten zu haben, denn der 28.Kurs feierte am Sonntag völlig ohne Berührungsängste die Heilige Messe zusammen mit der ganzen Bundesleitung und den Kursführerfamilien aus allen Bundesgenerationen.

Samstag: Theorie am Nachmittag vor dem schrecklichen Ereignis
Unbefugte Beobachter des blutigen Ereignisses
Sonntag: Die Kinder bringen ihre helfenden Hände zum Altar
Nach der Hl.Messe: Die Teilnehmer der beiden Tagungen stellen sich gegenseitig vor

abg

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