Wo vorher ein Acker war stürzte ein Wasserfall in die Tiefe
und überschwemmte die darunter liegenden Häuser
Eilig wurde ein Damm errichtet, der Kirchberg vor weiteren Schlammlawinen
schützen soll.
Wasser-Ruine in Eilenburg.
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Wie groß die Not unmittelbar nach der Hochwasserkatastrophe war, geht aus den Zeilen einer betroffenen Familie aus Kirchberg
hervor, der die Schönstattfamilien ein kleines finanzielles Zeichen der Solidarität geben konnten.
Die Bilder stammen aus der örtlichen Zeitung.
"Am 30. Juli 2002 kam es auf Grund eines starken Gewitters zu heftigen Regenfällen. Ein oberhalb unseres Grundstücks liegender
Acker ... verwandelte sich in kurzer Zeit zu einem reißenden
Fluss mit Unmengen von Schlamm. In Sekunden waren die Kanalschächte vom Sand verstopft ...
Das Wasser strömte wie ein reißender Fluss durch die Kellerschächte in unseren Keller. Die Feuerwehr und viele fleißige Helfer
pumpten und schaufelten den Dreck aus dem Keller ...Wir schufteten den ganzen nächsten Tag, um zu retten, was möglich war.
Gegen Abend waren wir so weit fertig, dass wir alles noch brauchbare wieder in den Keller stellen konnten, als es
in kürzester Zeit wieder zu einem heftigen Gewitter mit starkem Regenguss kam. Trotz Schutzmaßnahmen war der Keller
innerhalb von Minuten total überflutet, noch schlimmer als am Tag zuvor. Der Öltank-Raum war bis zur Decke voll,
so dass die vier Tanks mit insgeamt 4000 l Heizöl aus
der Verankerung gerissen wurden, die Tanks kippten um und Öl lief aus und vermischte sich mit Schlamm.
Die Heizung und sämtliche Elektrogeräte standen unter Wasser, Möbel kippten um und sonstige Gegenstände schwammen
im Keller und wurden durch die untere Kellertür hinausgeschwemmt.
Die Feuerwehr musste den Tankraum abdichten, damit das Öl-Schlamm-Gemisch nicht ins Freie gelangt. Es musste ein Sondertankwagen
angefordert werden, der den Dreck und das Öl absaugte. Alle vier Öltanks mussten aufgeschnitten werden, um das Öl abzusaugen und
sonderentsorgen. Diese ganze Entsorgung kostet jetzt 4300 Euro.
Ein Container zur Entsorgung der Möbel und Sachen, die nicht mehr zu gebrauchen sind, kostet 340 Euro.
Elektrogeräte standen völlig im Wasser und mussten nach wochenlanger Trocknung gereinigt und überprüft werden,
weil ich mir keine
neuen kaufen konnte.
Wir mussten 6 Wochen Trocknungsgeräte aufstellen, die das Wasser aus den Wänden zogen. Kosten 1000 Euro.
Die neue Heizung kostet 7000 Euro. ...
Etwas Geld konnte ich mir vorerst von guten Freunden ausleihen, um wenigstens die Handwerkerrechnungen zu begleichen.
Leider gibt es weder von der Gemeinde noch vom Kreis oder Land irgend welche Hilfen. Ich habe nur Absagen bekommen. Die
Spenden gehen nur in den Osten oder in Gebiete, in denen Flüsse über die Ufer traten. ... Die Versicherungen sind angeblich
auch nicht zu Schadenersatz verpflichtet. ...
Ich weiß mir keinen Rat mehr und bin am Ende meiner Kraft. Ich kann diese schwierige Lage nicht mehr alleine bewältigen.
Mein Mann ist vor 15 Jahren, drei Jahre nachdem wir unser Haus gebaut hatten, gestorben. Seither kämpfe ich mich mit meinen
drei Kindern alleine
durchs Leben. Das Haus ist natürlich noch nicht schuldenfrei, deshalb kann ich auch nicht noch einen Kredit über die
Bank aufnehmen.
Für irgend eine Hilfe wäre ich Ihnen wirklich sehr dankbar. Ich denke auch, dass mich unser Herrgott nicht im Stich lässt.
Er hat mir schon sehr viel Kummer und Sorgen geschickt, aber er hat mir immer die Kraft für ein Weiterleben gegeben.
Ich gebe die Hoffnung nicht auf...."
Das nebenstehende Bild, verbunden mit einem Dank und einer Situationsschilderung, schickte uns eine Frau aus Eilenburg:
"...Für diese so große Spende sage ich Ihnen allen vielen, vielen Dank
und ein herzliches "Vergelt´s Gott". Durch die Hochwasserflut habe ich alle meine Möbel und Wohnung verloren.
Ich saß zwei Monate in einem Zimmer mit geschenktem Bettgestell und Bett bei einer Familie, die auch alles
verloren hatte....
Ich wünsche der ganzen Schönstatt-Familie
allen Gottes reiche Gnaden und Segen. Allen ein herzliches Vergelt´s Gott für alles."
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