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Bundesfamilien berichten - Dezember 2010 |
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Antonia Haasler (Ost, 3.Kurs), * 12.01.1922 + 08.01.2010 in Erfurt Am 8. Januar 2010 wurde unsere Kursschwester Antonia Haasler vom 3. Kurs "Fidelitas" in Erfurt heimgerufen. Auf ihren Wunsch hin wurde sie in ihrem Heimatdorf Schachtebich im Eichsfeld beigesetzt. Wir verlieren durch ihren Tod eine treue Mitbegründerin und Mitgestalterin des Familienbundes des Bezirkes Ost in der DDR. Gerhard und Antonia Haasler hatten viele Leitungsfunktionen im Familienbund inne, insbesondere waren sie von 1961 bis 1981 Bezirksführerfamilie im damaligen "Bezirk" Ost, ein Amt, das viele Fahrten per Bahn zu den einzelnen Familien erforderte und die Bespitzelung durch die Stasi besonders herausforderte. Antonia hat ihren Mann tatkräftig unterstützt. Das "Haus Haasler" diente als Treffpunkt und Unterkunftsmöglichkeit für Besucher aus Ost und West. Antonia war immer zur Stelle. Dazu gehörten das Einreichen für Aufenthaltsgenehmigungen für H.P. Tick (als Onkel Johannes) und H.P. Klein (als Cousin Josef) und viele Behördengänge und die Betreuung der Gäste. In Erinnerung bleiben von ihr schön gestaltete Blumenkarten und Glückwunschkarten. Für unseren Kurs ist Antonia in ihrer Lebensgestaltung im Sinne des Kursideals "Fidelitas - Treue" Vorbild und Beispiel. Rosemarie und Paul Schäfer, 3.Kurs |
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Willi Einig (Mitte, 10.Kurs), * 12.12.1929 + 09.01.2010 im Josef-Kentenich-Hof Am 09.Januar 2010, frühmorgens, ist Herr Willi Einig vom 10. Bundeskurs ("Bergendes Heiligtum des Vaters") im Alter von 80 Jahren völlig unerwartet auf dem Josef-Kentenich-Hof - dem erweiterten Bundesheiligtum - verstorben. Er darf nun die Geborgenheit im ewigen Heiligtum erfahren. Ehepaar Einig hatte gesund und munter an der Jahrestagung der Diözesangemeinschaft Mitte teil genommen, ohne irgendwelche Anzeichen des plötzlichen Todes zu erahnen. Willi Einig war Lehrer (Konrektor) in Hadamar und ist vielen von uns als ein aufrichtiger, geradliniger und zuverlässiger Mensch bekannt, der ein fundiertes Wissen über Schönstatt und den Familienbund besaß. Aber dieses Wissen war bei ihm nicht graue Theorie, sondern er lebte die Grundsätze des Familienbundes vorbildlich im Alltag. Er war während 12 Jahren mit seiner Frau Hilde Mitglied der Bundesleitung (1987 bis 2000). Zu dieser Zeit war er für die Finanzen des Bundes und den Betrieb des Josef-Kentenich-Hofes zuständig und außerdem war er Mitglied der Satzungskommission. Aber auch unabhängig von seinen Bundesleitungsaufgaben: Wenn "Not am Mann" war auf dem Josef-Kentenich-Hof, war er zur Stelle für geistige und körperliche Arbeitseinsätze aller Art, in den letzten Jahren noch als "Chauffeur" für Hilde, die für den Blumenschmuck im Heiligtum sorgte. Bis ins hohe Alter spielte er die Orgel vor allem in der Herzenbergkapelle, "in deren Schatten" er beerdigt wurde. aus Bundesbrief 2010/1 u.a.
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Domberger, Marianne (West, 4. Kurs), * 20.12.1920 + 28.01.2010 in Oberhausen Marianne Domberger ist im Beisein aller ihrer Kinder ganz ruhig eingeschlafen. Sie hatte 4 Kinder, von denen eine Tochter Marienschwester ist und ein Sohn mit seiner Familie dem Familienbund angehört. Mit Ihrem Mann Karl, der bereits 1980 verstarb, hat sie sich große Verdienste um den Josef-Kentenich-Hof erworben, für die der Familienbund nicht genug danken kann. In den "100 Baugeschichten" kann man nachlesen, auf welch vielfältige Weise Ehepaar Domberger tätig war: Als Organisator und Köchin bei den Arbeitseinsätzen, als Beschaffer der ersten Grundausstattung des Hofes (Karl Domberger wusste, wo man Möbel geschenkt bakam!), als Gründer der "Grünen" (der Wald beim Bundesheiligtum heißt nicht umsonst bei den älteren Bündlern "Dombergerwald"). Die von Karl Domberger als "Karls-Ruhe" getaufte Bank, die am Waldrand oberhalb des Josef-Kentenich-Hofes stand, wurde allerdings wohl nur selten dem Namen entsprechend genutzt. Marianne Domberger hatte eine lebensfrohe, freundliche Wesensart, die sie zu einem angenehmen Gesprächspartner für jung und alt machte. Sie war engagiert und tief durchdrungen von den Idealen des Familienbundes, ganz besonders vom Ideal unserer Diözesangemeinschaft: Heimatgau des Vaters. Noch in hohem Alter war sie die Seele einer nur aus Witwen bestehenden Bundesgruppe, die sich - vorbildlich für alle Bundesgruppen - regelmäßig monatlich traf und über ihre Gruppentreffen berichtete. In den letzten Jahren war sie Kursführerin des 4. Bundeskurses "Wächter des Heiligtums - Custos Sanctuarii". Das Motto des Kurses "adsum in aeternum" - "ich bin bereit in Ewigkeit" hat sie nun eingelöst Monika und Michael Schulte u.a.
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Schneider, Bernhard (Ost, 6. Kurs), * 05.09.1927 + 31.03.2010 in Weißenfels am Mittwoch den 31.03.10 ist Herr Bernhard Schneider aus dem 6. Kurs - Confoederatio Patris perfecta - vollkommenes Vaterbündnis - verstorben. Er ist mittags halb zwölf ruhig eingeschlafen, seine Frau Brigitte war bei ihm. Brigitte und Bernhard Schneider sind seit vielen Jahren Kursführer im 6. Kurs. Sie haben ohne große Worte den Kurs ganz wesentlich geprägt. - Nach der Wende wurden der Josef-Kentenich-Hof und das Bundesheiligtum ihre geistige Heimat, so dass sie jede Gelegenheit nutzten dort zu sein; nicht nur bei Tagungen sondern als Hausfamilie, Wächterfamilie und zum Arbeitseinsatz bei den "Grünen". Ein besonders wertvolles Andenken von Bernhard Schneider liegt in der Vitrine im Gründungszimmer: Eine von ihm handgeschriebene Ausgabe des Himmelwärts. Er hat dieses Buch gestaltet in der Zeit, in der es gefährlich war, Literatur von Schönstatt in den Osten zu schmuggeln. Bei der Beerdigung erschien ein kräftiger Regenbogen, der sich über die Pfarrkirche wölbte. Brigitte Schneider hat dieses Bild für die Danksagung gewählt. Denn der Regenbogen zu diesem Zeitpunkt an diesem Ort war wie eine Antwort des Himmels, ein trostvolles Zeichen für alle, die Bernhard Schneider kannten, vor allem aber für seinen Kurs; denn der Regenbogen ist das Mariengartensymbol des 6.Kurses. Die große Teilnahme der Pfarrgemeinde ist ein Zeichen der Dankbarkeit für Bernhard Schneider, der sich in vielfältigen Diensten und apostolischen Einsätzen - vor allem auch während der Katakombenjahre vor der Wende - in der Pfarrgemeinde und darüber hinaus verdient gemacht hat. aus Bundesbrief 2010/2 u.a.
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Becker, Katharina (Mitte, 2. Kurs), * 05.03.1922 + 02.06.2010 in Köln Katharina Becker war mehr als 30 Jahre die immer anwesende und treue Hüterin des Josef-Kentenich-Hofes und des Bundesheiligtums. "Wir können uns gar nicht vorstellen, dass sie nun nicht mehr da sein wird. Sie war ja nicht nur die treue Beterin im Familia-Libertate-in-Patre-Heiligtum und die für alle Fragen des Hauses kompetente Ansprechpartnerin, sondern auch die persönliche Bezugsperson für Jung und Alt; sie kannte die älteren Mitglieder so gut wie die Kinder der jungen Kurse. Und wenn man eine Frage zur Geschichte des Familienbundes hatte: unsere Käthe wusste über alles und alle Bescheid und konnte präzise Auskunft geben. Dass Gott sie am 2.Juni heim rief, hat für uns und für sie eine besondere Bedeutung: an diesem Tag vor 25 Jahren krönte der Familienbund die Gottesmutter im Heiligtum – und wie immer durch viele Jahrzehnte hindurch bereitete auch damals unsere Käthe die liturgische Handlung als Sakristanin vor. Diese Aufgabe war für sie geradezu eine Berufung. Mit großer Sorgfalt und Liebe ging sie ihr nach. Dazu gehörte auch, dass sie bei Wind und Wetter, bei Eis und Schnee pünktlich die täglichen Angelus-Zeiten läutete. Noch wichtiger aber war ihr die tägliche einstündige Anbetung vor dem ausgesetzten Allerheiligsten, die sie stellvertretend für den ganzen Familienbund mit großer Treue hielt. ... Mit großem Eifer setzte sie sich auch für den Anbetungskreis ein und schrieb jahrelang dessen Rundbrief. Eine besondere Phase ihres Dienstes für den Familienbund waren die Jahre vor dem Mauerfall in Berlin: jahrelang begleitete sie "Onkel Josef", unseren damaligen Geistlichen Assistenten, unseren unvergessenen Pater Klein, als "Tante Käthe" bei seinen verdeckten Besuchen in der ehemaligen DDR, um dort beim Auf- und Ausbau des Familienbundes zu helfen. ... Als eine der letzten aus der Gründungszeit war sie auch den Bundesfamilien aus dem Ausland ein lebendiger Zeuge dieser Zeit, in dem sie den Gründer und die Gründung unserer Weltgemeinschaft noch berühren konnten. Oft hat Käthe dabei ihr Kölner Humor geholfen, denn sie lachte gerne und konnte damit auch brenzlige Situationen entkrampfen. Bei der Sitzung auf Schloss Horneburg am 28./29. Januar 1961, ... wurden Käthe und ihr Mann zur ersten Leitung des Gaues West bestimmt, und Georg Becker war dann entsprechend auch beim Treffen am 7. Januar 1962 mit Kardinal Frings in Köln dabei. Jahrelang war das Ehepaar Becker auch führend in der Liga tätig und setzte sich für den Aufbau der Familienliga in der Erzdiözese Köln ein. Eine Würdigung unserer Käthe wäre unvollständig, wenn wir nicht ihren langjährigen Einsatz für Cambrai und Merville ins Licht stellten. Ihr Kurs, der 1962 die Parzelle kaufte, auf der Josef Engling sein Lebensangebot gemacht hatte, pflegte die Tradition, einmal im Jahr eine Wallfahrt dorthin zu machen. Als immer mehr Kursmitglieder aus Altersgründen diese Tradition nicht mehr aufrechterhalten konnten, hat sie in großer Treue und unter Einsatz all ihrer Kräfte an den jährlichen Wallfahrten nach Merville und Cambrai festgehalten. Und es war ihr eine große Freude und Genugtuung, dass sie mit ziemlicher Mühe noch die Wallfahrt der Bünde dorthin im Anschluss an den ersten internationalen Kongress aller Bünde im August 2009 aus Anlass des 90. Gründungstages des Apostolischen Bundes mitmachen konnte: das war die Krönung ihres Einsatzes für Cambrai und Merville – zugleich war es ihre 50. und letzte Wallfahrt dorthin! In der Pforte des Josef-Kentenich-Hofes, ihrem langjährigen Wirkungsort, stand und steht der Wimpel mit dem Motto ihres Kurses „Benti voglio“, ich will dir gut. Dies schrieb sie oft auch als Wunsch auf ihre Briefe und es war wohl auch die Grundströmung ihres Lebens: sie wollte allen gut. Möge sie in diesem Sinne auch vom Himmel aus noch für den Familienbund wirken." aus der Ansprache von Norbert und Renate Martin
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Held, Franz (Südost, 7. Kurs), * 15.11.1926 + 02.06.2010 in Schrobenhausen Franz Held gehört mit seiner bereits im Jahr 1982 verstorbenen Frau Therese dem 7. Bundeskurs an ("Victoria Patris") und war seit fünf Jahren der letzte Lebende von den ehemals 6 Kursgeschwistern in Bayern. Wenn im Familienbund jemand vom "Gauwirt und Telefonapostel" sprach, wusste man sofort, wer gemeint ist. So heißt es in einem Nachruf der Diözesanleitung Südost: "Bei den Treffen in unserer Gemeinschaft hat Franz Held ganz selbstverständlich und gerne die Aufgabe eines Tagungswirtes übernommen. Er hat dafür gesorgt, dass für alle genügend Getränke bereit standen, so dass es "griabig" werden konnte. Denn Frohsinn in Gesellschaft, das liebte er. Wir sehen dies als Ausdruck seiner Hilfsbereitschaft, es war ihm wichtig, dass es den Leuten gut geht. - Selbst als ihm andere Aktivitäten nicht mehr möglich waren, da machte er weiterhin Freude durch seine Gratulationsanrufe bei persönlichen Gedenktagen in unserer Gemeinschaft. Ob Geburtstag, Namenstag oder Hochzeitstag, man konnte zuverlässig schon in aller Morgenfrühe seine fernmündlich ausgesprochenen Glückwünsche entgegen nehmen." - Zu ergänzen ist, dass seine Telefonkontakte nicht auf die eigene Diözesangemeinschaft und den eigenen Kurs beschränkt waren. Er war ein schlichter, treuer Beter, stets heiter und liebte seine Waldspaziergänge. Wir sind dankbar für sein Glaubenszeugnis.Vor einiger Zeit sagte jemand über ihn: "Von ihm habe ich den Glauben an die Vorsehung gelernt. Er hat immer gesagt, es geht schon weiter und der liebe Gott weiss, was er tut." Neben der Hilfsbereitschaft, seinem frohen Gemüt, seiner bodenständigen Lebensart, war auch die Dankbarkeit ein Grundzug seines Wesens. Wenn er beispielsweise ein Rundschreiben erhielt, hat er das nicht für selbstverständlich genommen, sondern sich postwendend ausdrücklich dafür bedankt." aus Bundesbrief 2010/3 u.a
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