Bundesfamilien berichten     -    Februar 2010

            

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5.-7. Feb: Nutella als Nebenwert und die internationale Familie des Vaters

Vollversammlung des Päpstlichen Rates für die Familie

13.-20. Feb.: Fastnachtswoche im JK-Hof

26.-28. Feb.: Candlelight-Dinner mit Xynthia
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5.-7. Feb: Nutella als Nebenwert und die internationale Familie des Vaters

Oder wie eine Kommissionssitzung voll aus dem Leben schöpfen kann

Der Samstag Nachmittag in der pädagogischen Kommission war mit fruchtbarer Arbeit gefüllt, aber schien anstrengend. Trotzdem saßen wir, die sieben von eigentlich 13 Familien, am Abend noch länger als das geplante Stündchen zusammen. Wir versuchten, die Pädagogik unseres Vaters und Gründers für die Gruppen- und Kursarbeit mit der Jahresparole anzuwenden: durch Vaterstudium an Texten, durch Beobachten, Vergleichen, Anwenden. Und immer möglichst konkret. Am Sonntag sollte es früh beginnen: Ins Bundesheiligtum brachte eine Leitungsfamilie des Verbandes aus Puerto Rico das Vatersymbol fürs Urheiligtum, das seine Weltreise dann mit ungarischen Familien fortsetzen sollte. Die Familien waren schon einige Tage in der Marienau, und Schwester Gertrud-Maria hatte vermittelt, dass Msgr. Peter Wolff die Übergabe in einer Eucharistiefeier vornehmen konnte. Wir hatten lange überlegt, wie wir alles so gestalten könnten, dass auch die Familien von uns, die mit Kindern teilnahmen, mitfeiern konnten.
Um es gleich vorweg zu nehmen: Mphc - Die Mutter wird sorgen - dass diese Übergabe auch für die Kleinsten ein unvergessliches Erlebnis wurde. Das wird zumindest der kleine Fiete später sagen, der schon gut weiß, was er will, es aber noch nicht sagen kann. Er brachte den Generalrektor des weltweiten Priesterverbandes dazu, ihm ganz hingebungsvoll und väterlich ein Brot mit Nutella zu bestreichen, aber etwas mehr drauf als sonst zu Hause, und gleich noch Honig dazu, den die ungarischen Familien mit selbstgebackenem Brot mitgebracht hatten - und dann bitte auch noch das Ganze durchschneiden und die herunter getropfte Nutella nicht vergessen! In der Familie des Vaters versteht man sich, und diese kleine Geste ließ ebenso eindringlich spüren, was Familie des Vaters heißt, wie der Augenblick, als nach der Übergabe im Heiligtum ein ungarisches Paar ein fast lebensgroßes Poster des Vaters entrollte, so dass er uns vor Augen stand, ein Geschenk aus Puerto Rico…. Die Atmosphäre bei der Eucharistiefeier, die sehr persönliche Predigt von Msgr. Wolff, die Stimmung beim Frühstück anschließend, die Gespräche in mindestens vier Sprachen miteinander brachten so viele Erfahrungen, Beobachtungen, dass wir uns anschließend in der Kommissions-Sitzung wie bei einer reichen Ernte fühlten. Wir hatten gerade Familie des Vaters erlebt, viele Nebenwerte (wie etwa das Nutella-Brot) hatten den Zentralwert "Familie des Vaters" angereichert, hatten über Lebensvorgänge Zugänge geschaffen. Die konkreten Erfahrungen, wie etwa das gleichzeitige Beten in ungarisch, spanisch und deutsch, oder die spontane Hausführung in englisch für Argentinier und Puertoricaner hatten wie im Mosaik gezeigt, wie "Familie des Vaters leben kann, was sie ist".
(Anm. der Redaktion: Einen ausführlichen Bericht mit Bild und Ton über den "leisen, fast unbemerkten Einzug am frühen Morgen ins Heiligtum des Familienbundes in Hillscheid" am 7.Februar finden Sie im Press-Office unter der URL http://cmsms.schoenstatt.de/de/news/329/201/Was-Puerto-Rico-und-Ungarn-gemeinsam-haben.htm. Wir empfehlen ihn Ihrer Aufmerksamkeit.)

Bis zum nächsten Treffen wollen wir in unseren Gemeinschaften solche Lebensvorgänge beobachten, die einen Zentralwert näher erschließen und anreichern, die Wahrheiten als Wert erfahren lassen und ins Wort oder in die Tat bringen. Solche Beispiele wollen wir unter Beachtung der Geschlossenheit der jeweiligen Kurse und Gruppen austauschen. Thematischer Ausgangspunkt dieses Wochenendes (5.-7.Februar) war übrigens die Spannungseinheit von Geist und Form, die wir anhand konkreter Beispiele bedachten: wie findet in neuen und bewährten Formen unser Geist als "Familie des Vaters" einen immer wieder lebendigen Ausdruck?
Die mitarbeitenden Familien spüren, dass dieses gemeinsame "Training" uns hilft für unsere Arbeit in unseren Kursen, Gruppen, Tagungen. Darin sehen wir einen Bestandteil unseres Auftrag als Kommission: Wir wollen unsere Lernerfahrungen mit der "Kentenich-Pädagogik" einbringen überall da, wo wir mitwirken können. Dazu trugen übrigens auch die kleinen "Arbeitseinsätze" bei, die durch die Selbstverpflegung unserer Kommission anfielen.
Maria und Klaus Heizmann

PS.: Familie Heizmann bittet um Beachtung der Berichte zur Marriage Week, die im Press-Office erschienen sind am 12.Februar, 16.Februar, nochmal 16.Februar und 18.Februar .
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Vollversammlung des Päpstlichen Rates für die Familie

Ehepaar Renate und Norbert Martin ist dabei. Wir weisen hin auf die Eröffnungsansprache des Papstes, die unter der Überschrift "Zusammenhalt und Festigkeit der Ehepaare: beste Garantie für Kinderwohl" in den Zenit-Nachrichten am 08.Februar veröffentlicht wurde. __________________________________________________

13.-20. Feb.: Fastnachtswoche im JK-Hof


... und es gab noch mehr Schnee!
Der Josef-Kentenich-Hof war über Fastnacht voll belegt! Nicht etwa, weil der Schönstatt-Familienbund sich als Westerwälder Narrenzunft konstituiert hätte - wiewohl der Idealismus der Bundesfamilien von vielen Zeitgenossen als närrisch angesehen wird! ("den Heiden eine Torheit", vgl. 1.Kor., 1,23) -
Als der 14.Kurs zu seiner Jahrestagung auf dem verschneiten Hof ankam, herrschte dort bereits emsiges Treiben. Sowohl die Haus- als auch die Baukommission waren sehr fleissig am Werk. Jedoch verließen die Handwerker am Fastnachtsdienstag den Hof, so dass der seriöse 14. Kurs alleine in beschaulicher Ruhe auch noch den Beginn der Fastenzeit genießen konnte.
Der 14. Kurs

Vor Fastnacht:
Kontakt mit den Bauleuten bei einer kleinen Pause
An Fastnacht:
Kölsche Witze für Bayern
Nach Fastnacht:
Auf Gründerspuren in der alten Kirche von Hillscheid
Bilder: Joachim Kiess
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26.-28. Feb.: Candlelight-Dinner mit Xynthia

oder: Wie die Kursführerfamilien wahre Freiheit erlebten

Am Ende stand die Erkenntnis: Auch im Familienbund ist die Freiheit nicht grenzenlos! -

Doch erzählen wir der Reihe nach. Alle (wirklich alle!) Kursführerfamilien vom 7. bis 26.Kurs, und dazu auch noch die von den "ganz alten" Kursen 2 und 5 waren ein ausgiebiges Wochenende lang im Josef-Kentenich-Hof beieinander, um in Referaten und Gesprächen sich auszutauschen über die Schönheiten und Schwierigkeiten der Kursführeraufgabe und über die Verantwortung der Kursführer für Freiheit, Hochherzigkeit und Geistpflege in der "Freien Gemeinschaft" des Familienbundes. Im Plenum im Großen Saal um ein Arrangement der Kurssymbole geschart, aber auch in den Gesprächskreisen, bei den Eucharistiefeiern und beim gemütlichen Abendhock (Extra-Dank an die Bundesleitung für die von ihr gestiftete Unterbrechung der Fastenzeit!) erlebten sich die Tagungsteilnehmer als "Familie des Vaters", als Herzensgemeinschaft, auch wenn sich manche bei dieser Varanstaltung zum ersten Mal begegneten.


In der Mitte die Kurssymbole
Heilige Messe im kleinen Saal
Abendhock im Hörder Forum
Am Ende der Tagung, während der Schlussstatio im Bundesheiligtum kam Madame Xynthia auf Besuch und lehrte uns die Grenzen unserer Freiheit erkennen. Mit ihrem kräftigen Pusten kippte sie Bäume auf alle vier Straßen, die von Hillscheid in die Welt hinaus führen. Mutige "Pfadfinder" schwärmten vom Josef-Kentenich-Hof in alle Richtungen aus und brachten die Nachricht zurück: Wir sind eingesperrt! Kein Durchkommen nach Vallendar, Höhr-Grenzhausen, Montabaur oder Neuhäusel. Außerdem schaltete Xynthia für einige Stunden den Strom ab, um uns klar zu machen, wie abhängig wir von den Dingen dieser Welt sind. Doch Bundesfamilien lassen sich durch die Beschneidung der äußeren Freiheit nicht die innere Freiheit und Freude nehmen. Man vertrieb die Sorge wegen der Ungewissheit der Heimfahrt (die für einige schon unter Normalbedingung 5 Stunden dauert!) durch Singen, und als es dunkel wurde - immer noch ohne Strom! - setzte man sich im Englingzimmer zu einem stimmungsvollen "Candlelight-Dinner" zusammen. Zum Glück fand man im Schein der Taschenlampe in der Küche noch Reste vom Mittagessen und einen funktionierenden Gasherd, um dieselben warm zu machen, sowie Brot und Brotaufstrich, so dass die Teller im Kerzenschein ausreichend gefüllt werden konnten. Schwierig war nur die Herstellung von Tee, denn dazu braucht man Wasser, das üblicherweise per Elektrizität erhitzt wird. Doch nachdem sich die Erkenntnis durchgesetzt hatte, dass die Heimfahrt an diesem Abend nicht mehr möglich sein werde, konnte man den fehlenden Tee mit gutem Gewissen durch Bier und Wein ersetzen, was ja ohnehin die standesgemäßen Getränke bei einem "Candlelight-Dinner" sind.
Mit Singen vertrieb man die Ungewissheit
"Candellight-Dinner" ganz ohne elektrischem Strom
Selbst der Zugang zum Kreuzweg war versperrt
Danke, Xynthia, dass Du uns einen zusätzlichen gemütlichen Abend und eine weitere Nacht im Josef-Kentenich-Hof beschert hast!
abg
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