Bundesfamilien berichten     -    August 2009

            

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1. August: "Bairische Kirchfahrt"

Noch einmal: Aktionsbündnis Familie

29.Juli - 4.August: Tagung des Ost-West-Kurses

8. - 18. August: Generalkapitel des Schönstatt-Familienbundes

18. - 20. August: Internationaler Bündekongress

22. - 24. August: Hördewallfahrt der Bünde auf den Spuren von Gertraud und Josef
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1. August: "Bairische Kirchfahrt"    -   Gott hat alles recht gemacht

"Das bairisch Volk ist geistlich, schlecht und gerecht, geht gern kirchfahrten" (Aventinus)
Vor der Wallfahrtskirche in Birkenstein
Fünf Schönstattfamilien aus der Diözesangemeinschaft Südost gehen "kirchfahrten" zur Wallfahrtskapelle Maria Himmelfahrt in Birkenstein bei Fischbachau.
Bairisch? Die Familien Gritsch, Knoch, Liebl, Rutzmoser und Grund kommen aus Schwaben, Schlesien, Westfalen, Franken, Oberbayern und bayrisch Schwaben.
Birkenstein - eine Loreto-Kapelle, 1710 errichtet nach dem Vorbild des Heiligen Hauses von Loreto in Italien. Arme Schulschwestern fördern die Wallfahrt und versehen den Mesnerdienst. Schwester Eresta erschließt uns mit großer Freude und Liebe die geistliche Welt dieser künstlerisch reich ausgestatteten Kapelle. Sie erklärt uns den "Raum des Glaubens" (bis zur Kommunionbank), den "Raum der Erlösung" (Altarraum), und den "Raum der Verherrlichung" - ein grenzenloser Himmel, im Mittelpunkt Maria, die Königin des Himmels.
Wir verweilen noch einige Zeit und spüren die Geborgenheit im Schoß der Mutter. Als Schönstattgruppe vorgestellt, singen wir vor dem Verlassen der Kapelle: Halt das Zepter in der Hand.
Maria Himmelfahrt
Die Glocke der Wallfahrtskirche läutet.     Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft und sie empfing vom Heiligen Geist.

Am Nachmittag bewegen wir uns auf der Flur der Gemeinde Fischbachau mit ihren 24 Feldkapellen. Einige liegen auf unseren Spazierwegen. Sie sind nicht nur Fotoobjekte, sondern Stätten der inneren Einkehr, des gemeinsamen Betens und Singens:
Gott hat alles recht gemacht durch seine Händ.
Er erschafft Tag und Nacht das Firmament.

Die Florianskapelle verleitet uns natürlich zu einem bekannten, etwas unfrommen Spruch.
Intensives Kartenstudium sorgt dafür,
dass alle das Ziel finden.
Von der Rastkapelle - auch Auer Balkon genannt - aus genießen wir einen weiten Blick auf das Land vor uns. Elisabeth Rutzmoser weist uns hin auf den Ort Au bei Bad Aibling, ihren Heimatort und erklärt viele Einzelheiten ringsum. Im Osten trennt uns die "Ratzinger Höhe" vom Chiemseer Land. Man sieht es Elisabeth an, wie freudig sie durch ihre Heimat wandert.
An der Rastkapelle (Franz Xaver)
Elisabeths Elternhaus
Schließlich steigen wir aus unseren Autos und stehen vor einem wunderschönen, stattlichen Bauernhaus, Elisabeths Elternhaus. Drei Generationen begrüßen uns. Der Jüngste ist von so vielen neuen Gesichtern erst einmal wenig begeistert. Den Aufzeichnungen nach ist das Haus mindestens seit dem 17. Jahrhundert im Besitz der Familie und könnte im Kern auf das 15. Jahrhundert zurückgehen. Schön, wenn man solche Wurzeln hat!
Haustür mit alter Inschrift
"Wir Menschen pauen Haiser so Stark und Fest,
wohnen darin als Fremde Gest,
im Himel wo wir Ewig sollen sein,
pauen wir gar wönig Darein".
Bis zum frühen Abend sitzen wir dort um den Tisch bei Apfelsaft und Nusszopf und lassen uns von Obstbau und Mutterkuhhaltung berichten.


Es war ein wunderschöner Tag der Begegnung, der Freundschaft, des Lachens und des Gebetes, ein Geschenk für Leib und Seele!
Magdalena Grund
Die Aufnahme des Innenraums der Wallfahrtskapelle wurde mit freundlicher Genehmigung des Verlages dem PEDA-KUNSTFÜHRER Nr. 609/2005 entnommen.

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Noch einmal "Aktionsbündnis Familie"

Wir möchten noch einmal auf das "Aktionsbündnis Familie" hinweisen und empfehlen die Kampagne zur Rentengerechtigkeit für Familien Ihrer Aufmerksamkeit.
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29.Juli - 4.August: Tagung des Ost-West-Kurses

Gleich bei der Begrüßungsrunde zu Beginn der Sommertagung des 29. Kurses zeigte sich, wie tragfähig der Kreis der zwölf Familien mit ihren 36 Kindern ist. Aus dem Eichsfeld in Thüringen waren im Frühjahr noch drei neue Familien dazu gestoßen. Der 29. Kurs besteht nun aus sechs Familien, die zwischen Rottweil, Freiburg und Mainz leben, sowie sechs Familien, die im Eichsfeld in relativer Nähe zueinander wohnen.


Tragfähige Kurskniee
Jeden Morgen trafen sich im Foyer die beiden Hirten Jakob (rechts) und Josef (links) mit ihren Schafen. Gegen Ende der Woche hatte der "gute" Hirte Josef den "schlechten" Hirten Jakob davon überzeugt, wie schön es ist, eine liebevolle Beziehung zu seinen Schafen zu pflegen. Das Thema des guten Hirten war in diesen Tagen überall präsent - die Kinder gingen es kreativ an, die Erwachsenen geistlich. Sie beschäftigten sich mit dem Thema Vertrauen.


Die beiden Hirten Josef und Jakob
Im kleinen Konferenzraum neben der Bibliothek gestalteten ein paar Mädchen die Landschaft des 23. Psalms für alle Sinne in Miniatur und in groß. Dabei durfte die finstere Schlucht aus schwarzen Decken, Steinen und einer Schlange ebenso wenig fehlen wie der festlich gedeckte Tisch unter einem orange farbenen Baldachin mit duftendem Öl, Süßigkeiten und Getränk.


Psalm 23    -    "Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht,
ich fürchte kein Unheil, denn Du bist bei mir"
Entwarnung! Es ist Gott sei Dank nichts passiert während der Kurstagung. Der Rettungswagen des DRK kam als besondere Überraschung für die Kinder - Frau Balkenhohl hatte es möglich gemacht. Während Groß und Klein bei strahlendem Wetter im Hof einen "Bunten Nachmittag" verbrachten, durften die Kinder den Rettungswagen von innen besichtigen sowie die Versorgung und den Abtransport eines "Verletzten" üben.


... und wenn doch ein Unheil passiert,
hilft der Rettungswagen des DRK.
Zum Abschluss der Tagung bekam jede Familie ein besonderes Geschenk mit auf den Heimweg: eine von den Kindern selbst gebastelte Hirtenlaterne und einen Hirtenstab, der ebenfalls in der Kinderbetreuung entstanden war. Der Hirtenstab soll im Alltag an unsere Verantwortung unseren Kindern und unserem Ehepartner gegenüber erinnern. Woher die Kraft dazu kommt, sagen die Worte des Psalms und ein Gebet von P. Kentenich auf dem Schildchen, das an dem Kreuz hängt: Aus der Verbundenheit mit unserem guten Hirten Jesus Christus.


Hirtenstäbe und Hirtenlaternen.
Silvia und Bertram Ganz

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8. - 18. August: Generalkapitel des Schönstatt-Familienbundes

Das 2. Generalkapitel des Internationalen Apostolischen Schönstatt-Familienbundes tagt auf dem Josef-Kentenich-Hof in Hillscheid. Der Redaktion der Familienbundnachrichten wurde in Aussicht gestellt, dass sie während des Kapitels möglichst über jeden Tag einen Kurzbericht erhalten werde, der in den Nachrichten veröffentlicht werden dürfe - was nachfolgend geschieht.
08.08.09    -     Rundbrief Nr.1 .    -    Boletin Nr.1 .    -    Newsletter Nr.1 .
09.08.09    -     Rundbrief Nr.2 .    -    Boletin Nr.2 .    -    Newsletter Nr.2 .
10.08.09    -     Rundbrief Nr.3 .    -    Boletin Nr.3 .    -    Newsletter Nr.3 .
12.08.09    -     Rundbrief Nr.4 .    -    Boletin Nr.4 .    -    Newsletter Nr.4 .
14.08.09    -     Rundbrief Nr.5 .    -    Boletin Nr.5 .    -    Newsletter Nr.5 .
15.08.09    -     Rundbrief Nr.6 .    -    Boletin Nr.6 .    -    Newsletter Nr.6 .
16.08.09    -     Rundbrief Nr.7 .    -    Boletin Nr.7 .    -    Newsletter Nr.7 .
     Siehe auch den Artikel im Schoenstatt-Press-Office    Neue internationale Leitung des Apostolischen Schoenstatt Familienbundes
18.08.09    -     Rundbrief Nr.8 .    -    Boletin Nr.8 .    -    Newsletter Nr.8 .


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18. - 20. August: Internationaler Bündekongress

Frauenbund, Mütterbund, Krankenbund, Priesterbund, Männerbund, Familienbund - alle haben die gleiche Wurzel!
Am 20. August 1919 gründeten junge Männer in Dortmund-Hörde den "Apostolischen Bund". Aus dieser Gründung haben sich im Laufe der Jahre alle Gemeinschaften des Schönstattwerkes herausentwickelt, nicht nur die sechs Bundesgemeinschaften sondern auch die Verbände und Ligagliederungen. Ein Symbol für die Entfaltung des Schönstattwerkes aus dem Gründungsereignis von Hörde ist der "Lebensbaum", der seit 2005 das "Hörder Forum" im Josef-Kentenich-Hof schmückt.

Im Gedenken an die Gründung trafen sich die Schönstatt-Bünde zu einem Kongress, der der Besinnung auf ihr Selbstverständnis und der Ausrichtung auf das Jahr 2014 (100 Jahre Schönstatt) diente. Tagungsort war die Aula unter der Anbetungskirche. Die Teilnehmerzahl, die frohe Atmosphäre und die Ausgestaltung der Aula waren ähnlich, wie man es bei der Oktoberwoche gewohnt ist. Blickfang war vor allem das Bild vom Hördebaum.

18.August

Bündnistag!   -    Die Bündnismesse in der Pilgerkirche, die anschließende Prozession zum Urheiligtum, die Erneuerung des Liebesbündnisses, das Verbrennen der "Krugpost" und die gemütliche Nachsitzung im Garten der Marienau als Gäste des Priesterbundes waren der festlich-fröhliche Auftakt des Kongresses. Man sollte englisch, spanisch, portugiesisch, polnisch, tschechisch und natürlich auch deutsch sprechen können, um die internationale Vielfalt richtig zu erfassen. Aber am sprechendsten war doch die Sprache des Herzens, in der die Einheit im Liebesbündnis zum Ausdruck kam.
Ein besonderes Lob verdient der Mütterbund für die musikalische Gestaltung der Bündnismesse; der ausgezeichnete Chor und die dezente Instrumentalbegleitung waren des Eröffnungsgottesdienstes würdig.
Prozession zum Urheiligtum
Im Garten der Marienau
Siehe auch den Artikel im Schoenstatt-Press-Office "Einer der schoensten Buendnistage"

19.August

Vormittags   -   mit herzerfrischender Moderation von "Big Böck" (so der Übername, den die Schüler dem Lehrer aus dem Männerbund gaben!)   -    stellten sich die Bünde vor. Besonders beeindruckend waren die Worte einer Frau aus dem Krankenbund, die den Gesunden die Augen öffneten für das Apostolat des Leidens. Durch das Gnadenkapital wird das Aufopfern des Leidens ein notwendiger Beitrag, ohne den das tätige Apostolat der Gesunden nicht erfolgreich sein kann.    -    Bei der Hl.Messe konzelebrierten viele Bundespriester.
Der Nachmittag galt der Schulung. Pater Mosbach und Frau Mathilde Thomé (Frauenbund) zeigten in ihren Referaten mit eindringlichen Worten Geist und Form der Bünde auf und gaben Wegweisungen für die kommende Zeit. Marité und Ramón Marini, die neue Führerfamilie des Internationalen Familienbundes, stellten in ihrem Referat klar, dass die Sendung der Bünde nur im Bund mit der Bundeskönigin gelingen kann.
"Big Böck" moderiert
Vorstellung des Mütterbundes
Hl.Messe mit den Bundespriestern
Pater Mosbach
Ramón und Marité Marini
Nach der anstrengenden geistigen Arbeit folgte gegen Abend die Erholung auf dem Josef-Kentenich-Hof. Andrea und Ansgar Balkenhohl (Familienbund) hatten ihre Firmgruppe für das Projekt "Abendliche Grillparty für 300 Personen" gewinnen können. Natürlich betätigten sich auch noch einige Erwachsene als Grillmaster; denn es bildeten sich lange Warteschlangen vor den Ausgabestellen. Aber niemand war ungeduldig. Man füllte die Wartezeit mit Gesprächen nach vorn und hinten und war ein Herz und eine Seele mit den Nachbarn in der Warteschlange. Josef und Rosa-Maria Wieland machten in Ihrer Begrüßungsansprache darauf aufmerksam, dass der Vater nun gleich zu Besuch käme, um die Herzensgemeinschaft seiner Bünde in Augenschein zu nehmen. Und als die südamerikanische "Band" zu spielen begann, erschien er am Fenster und schaute mit Freuden auf das bunte Treiben im Innenhof herab.
Grillabend auf dem JK-Hof
Der Frauenbund genießt
Die Grillmaster bei der Arbeit
Der Vater schaut zu

20.August

Am Vormittag traf man sich in Sprachgruppen, um sich über die Vorträge vom Vortag auszutauschen. Im anschließenden Plenum gelang es trotz Einsatzes einer gelben (nach 5 Minuten) und einer roten Karte (nach 6 Minuten) sowie einer Klingel (nach 7 Minuten) nicht, alle Arbeitskreise zu Wort kommen zu lassen. Wenn Texte in drei Sprachen übersetzt werden müssen, braucht es halt seine Zeit.
Der Höhepunkt des Kongresses war der Festakt am Nachmittag und die anschließende Eucharistiefeier mit dem Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr.Robert Zollitsch.
Prof.Dr.Manfred Gerwing (Familienbund, Deutschland) führte durch den Festakt.
Frau Prof.Dr.Perla Piovera (Frauenbund, Argentinien) hielt einen ausgezeichneten Festvortrag mit dem Titel "Der Bund, eine Sendung für die Zukunft"; sie stellte klar heraus, dass diese unsere Zeit genau die richtige ist, die Herausforderungen von Hörde 1919 zu verwirklichen.
Der Vorsitzende des Generalpräsidiums, Pater Heinrich Walter, nannte in seinem Grußwort dankbar die innovative Kraft und tragende Ausdauer der Bünde für Schönstatt und ermunterte die Bündler, nicht zu jammern, sondern Freude am Wirken in der Kirche zu haben; denn aus dem Hörder Geist entstehen Wünsche und Hoffnungen.
Klassische Musikstücke, von "bundeseigenen" Musikern vorgetragen, gaben der Veranstaltung den festlichen Rahmen.
Manfred Gerwing
Festmesse mit Erzbischof Robert
In seinen Grußworten und in der Predigt bekundete der Erzbischof seine Wertschätzung der Bünde in Schönstatt und für die Kirche. Wir sollen stets das Wort des hl.Paulus, des zweiten Patrons des Apostolischen Bundes, beherzigen: "Caritas Christi urget nos!". Wir sollen einander stärken, einander tragen und immer wieder neu "Ja" sagen zum Bund. Wir sollen in Demut aber mit gesundem Selbstbewusstsein gegen die Zeitströmungen auftreten und uns dabei von der Grundeinstellung leiten lassen: "Der Bund bin ich"!   -    Man spürte: Dieses Motto der Gründergeneration von Hörde hat unseren Schönstattbischof schon von Jugend an begeistert; war er doch in seiner Jugendzeit selbst Mitglied des (damaligen) Jungmännerbundes und des Theologenbundes.
abg
Medaillons der Bünde neben dem Altar

Siehe auch die Artikel im Press-Office
      über den Kongress insgesamt: "Pater Kentenichs Liebe zur Vielfalt    -   90 Jahre Hoerde"
      über den Festakt und die Festmesse: "Wir brauchen den Geist des gesunden und heiligen Wettstreits ..."
      alle verfügbaren Dokumente
Nach einigem Suchen findet man dort u.a.die folgenden Ansprachen:
Predigt von Erzbischof Dr.Zollitsch
Grußwort von Pater Heinrich Walter
Festansprache von Frau Dr.Perla Piovera
Predigt von Pfarrer Ulrich Schäfer

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22. - 24. August: Hördewallfahrt der Bünde auf den Spuren von Gertraud und Josef

115 Personen aus 12 Ländern und drei Bundesgemeinschaften (Frauenbund, Mütterbund, Familienbund) unternahmen im Anschluss an den Bündekongress eine Wallfahrt mit drei Bussen und zwei unterschiedlichen Programmen (eine zweitägige und eine dreitägige Fahrt) von Schönstatt aus über Hörde, Mons nach Cambrai und Merville.

Samstag, 22.August

Wer zur Schönstattbewegung gehört, muss beweglich sein. Das gilt insbesondere für die Bünde. Der Reisesegen von Pater Amberger (Geistlicher Assistent des Frauenbundes) kurz vor 7.oo Uhr in Sichtweite des Urheiligtums war notwendig und offensichtlich auch erfolgreich: Der Himmel schenkte uns drei Tage strahlenden Sonnenschein und eine ausreichende Beweglichkeit der Wallfahrtsteilnehmer, so dass alle unerwartet auftretenden Schwierigkeiten fröhlich gemeistert wurden.
Stiftskirche Hörde
So z.B. der kräftige Stau (und noch andere Schwierigkeiten!) auf der Autobahn A1! Wir riefen die in Hörde bereits auf uns wartenden Schönstätter an, sie mögen die von ihnen vorbereitete hl.Messe in der Stiftskirche von Hörde absagen und sie in die Pfarrkirche von Frohlinde verlegen. Den drei Omnibussen blieb nur Zeit, in Hörde langsam an der Stiftskirche vorbeizufahren, ein Aussteigen war aus zeitlichen Gründen nicht möglich. Das Josefskrankenhaus kann man auf dieser Route nicht sehen und das Wiggerhaus, in dem Alois Zeppenfeld und seine Freunde vor 90 Jahren tagten, um den Apostolischen Bund zu gründen, existiert nicht mehr. Immerhin hatten wir einen Umweg von 180 km gemacht, um ein bisschen Hörder Luft zu atmen und den Genius Loci zu spüren. Ein gutes Faltblatt über die Gründungstagung des Apostolischen Bundes war auf dieser ersten Etappe ein wertvoller Reisebegleiter.

Die hl. Messe mit einer Predigt von Pfr. Fechtelpeter und das Mittagessen fanden danach im Schönstattzentrum Frohlinde statt, so dass die Busfahrer ihre gesetzlich vorgeschriebene Pause von drei Stunden einhalten konnten.

Vier Stunden Omnibusfahrt (von Frohlinde nach Mons) standen dem Frauenbund zur Verfügung, um den Wallfahrern in vier Sprachen Gertraud von Bullion und ihre Bedeutung für Schönstatt vorzustellen. Gertraud war die erste Frau, die den Gründer bat, in die Schönstattbewegung aufgenommen zu werden. Als Rotkreuzschwester hatte sie während des Krieges in den Lazaretten in Cambrai und Mons (Belgien) die Schönstätter Sodalen kennen gelernt und nach dem Krieg die Gründung des Apostolischen Bundes mitverfolgt. - Als wir in Mons im Hof der Universität vor den Fenstern standen, hinter denen Gertraud damals in der Waschküche des Lazaretts Warocké die niedrigsten und dreckigsten Dienste verrichtete, ahnten wir, wie ernst sie ihr Persönliches Ideal genommen hat: "Serviam!", ich möchte dienen! Die "seelische Verwandtschaft" mit Josef Engling ist nicht zu übersehen: "Omnibus omnia - Allen alles werden ...".
Mons, Universität - Warocké
ehemalige Waschküche
Gegen 20.00 Uhr empfingen uns die dienstbaren Geister vom Foyer de Schoenstatt:
Schwester Michéla mit Dominique,
zwei Familien Müller vom Familienbund
und zwei Frauen K. vom Frauenbund

und um 21.29 Uhr (keine Minute später!) mussten wir in den Hotels in Cambrai am anderen Ende der Stadt sein, wo auch verschiedene Überraschungen die Beweglichkeit der Wallfahrer herausforderten.
Willkommen beim Heiligtum der Einheit

Sonntag, 23.August

Wir besuchten die Sonntagsmesse der Gemeinde in der Kathedrale in Cambrai. Kurze Grußworte von Pfarrer (i.V.) Coulon und von Ehepaar Zier informierten die Gemeinde über die Gäste aus Schönstatt, die heute die Kathedrale bis auf den letzten Platz füllten. Die Internationalität wurde sichtbar an unseren mitgebrachten Landesfähnchen und hörbar an den in verschiedenen Sprachen vorgetragenen Lesungen und Fürbitten.
Volle Kathedrale
Grußwort von G.u.H.Zier
Père Coulon und Pater Amberger
Die Wallfahrer beim Gnadenbild
Nicht nur Josef Engling sondern auch Gertraud von Bullion haben in Cambrai Spuren hinterlassen: Josef liegt im "Kameradengrab" auf dem Kriegerfriedhof an der rue de Solesmes, und Gertraud war, bevor sie nach Mons kam, im Lazarett in der Fenelonschule tätig. Nachdem wir diese beiden Orte besucht hatten, nahmen wir im Gemeindehaus von St.Gery das Mittagessen ein. Die dienstbaren Geister vom Foyer de Schoenstatt hatten den Saal schön hergerichtet und danach das Geschirr gespült, während die Busse schon das nächste Wallfahrtsziel ansteuerten. .
Auf dem Kriegerfriedhof
Kameradengrab von Josef
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Fenelonschule
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Mittagessen in St.Gery
Für die zweitägige Fahrt hießen die nächsten Ziele: Eswars, Josefsweg und Heimfahrt nach Schönstatt.   -   Wer sich etwas mehr Zeit lassen konnte, fuhr am Nachmittag nach Merville. Als die beiden Busse gegen 16.00 Uhr auf dem Kirchplatz von Merville eintrafen, wurden sie von einer großen Gruppe der Aktiven der Pfarrei mit fröhlichem Winken und Glockengeläut empfangen. In der neu renovierten Pfarrkirche begrüßte uns Père Nicolas Tiberghien herzlich. Und ebenso herzlich bewirteten uns die Pfarrmitglieder mit kalten Getränken und Knabberzeug. Sie hatten sich an diesem brütend heißen Sonntag-Nachmittag Zeit genommen für ihre Freunde aus Schönstatt und waren sichtlich beeindruckt, dass nicht nur die Deutschen sondern eine internationale Schar von Familien, Frauen und Müttern nach Merville gekommen waren. Sie begleiteten uns anschließend zur "Petite Chapelle de Josef Engling" und beteten und sangen dort mit uns eine fünfsprachige Engling-Statio.
Die Sonne rüstete sich schon zum Schlafengehn, als wir zum Foyer de Schoenstatt zurückkehrten und unsere Lunchpakete eilig verzehrten, damit wir noch das Englingfeuer entzünden konnten; denn die Omnibusse mussten um 21.29 Uhr in den Hotels in Cambrai am anderen Ende der Stadt sein!
In der Pfarrkirche von Merville
Statio am Engling-Memorial
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Abendessen im Foyer de Schoenstatt
Englingfeuer

Montag, 24.August

Engling-Gedenkstätte
in Eswars
. Heute war das "Engling-Standard-Programm" dran:
Statio in Eswars,
Josefsweg,
kurzes Verweilen am Todesacker,
Abschlussmesse vor dem Heiligtum der Einheit.

Besonders zu erwähnen sind die ausgezeichneten Texte, die der Frauenbund vorbereitet hatte. Aus ihnen wurde klar, dass Josef Engling den Hörder Geist heiligmäßig vorgelebt hat, bereits bevor die Gründung in Hörde erfolgte. Josef war Saatkorn für die Frucht, die aus Hörde hervorging.
Friedhof in Eswars

Josefsweg
Am Todesacker
Mit 87 Jahren zum 50.Mal dabei
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Schlussmesse mit P.Amberger
Nach dem Mittagessen mit Couscous im Schatten des Heiligtums und einer staufreien Heimfahrt kamen wir reich beschenkt nach Schönstatt zurück. Wir hatten in der Vielfalt der Bünde zugleich die Einheit erlebt, die die Bünde zu einer großen Familie des Vaters macht.


Postscriptum: Zum Abschluss rechts drei nette Schnappschüsse...!
Die Familie, die zu Siebt im Keller hauste
Der Busfahrer, der nicht drängte
Das Ehepaar, das sich ausruhte
abg
Vgl. den Artikel im Press-Office "Wer zur Schönstattbewegung gehört, muss beweglich sein"
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