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Bundesfamilien berichten - Dezember 2008 |
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Karl Palme am 21.07.2004 |
Karl Palme (Ost, 3.Kurs), * 21.07.1915 in Bochum, + 04.05.2008 in Erfurt Nach achtjährigem Kriegsdienst und anschließender Gefangenschaft war Karl Palme als Geschäftsführer in einem Textilbetrieb tätig. Bei der Umwandlung dieses Betriebs in eine sozialistische Genossenschaft wurde er abgesetzt, da er politisch nicht tragbar war. Er wechselte zur Caritas, wo er als Leiter der Beschaffungsstelle bis zum 69.Lebensjahr tätig war und viel Gutes tun konnte. Karl und seine Ehefrau Elisabeth haben zum Werden des Fidelitas-Kurses wesentliches beigetragen. Pater Tick wurde von Elisabeth als ihr "Onkel Johannes" eingeladen, so dass er überhaupt die Möglichkeit bekam, die ersten Kurstagungen des Familienbundes in der DDR zu halten. In späteren Jahren war regelmäßig Käthe Becker Gast bei Familie Palme, wenn sie Pater Klein auf seinen mitunter gefährlichen Reisen in die DDR begleitete. Nach dem frühen und plötzlichen Tod seiner Frau Elisabeth heiratete Karl Palme seine zweite Frau Helga, die zwar nicht Mitglied des Familienbundes wurde, aber ihren Mann bis zum Tod liebevoll versorgte und dessen tiefe marianische Frömmigkeit sehr schätzte. Sie schrieb in der Danksagung: "Sein Denken und Handeln war stets getragen von Treue und Glaube. So war er mir auch in den Jahren unserer Ehe, die wir stets als Geschenk empfanden, eine Stütze im Glauben." aus Mitteilungen von Antonia und Gerhard Haasler und Käthe Becker
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Gerhard Lohfink am 10.05.2007 |
Gerhard Lohfink (Ost, 9.Kurs), * 21.12.1916 in Wansleben am See, + 30.06.2008
in Bitterfeld Unser Gerhard war der Senior unseres Kurses und stand im 92. Lebensjahr. Im Herzen ist er immer jung geblieben. Ihn zeichneten besonders seine Bescheidenheit und Zufriedenheit aus. "Mir jehts jut!" war immer seine Antwort, wenn man ihn nach seinem Befinden fragte. Er hat mit seiner Frau Maria das Ideal der Kindlichkeit vorbildlich gelebt. Beide waren eine wirkliche Bereicherung für unseren Kurs. Der Schönstatt-Familienbund und die Kursgemeinschaft waren unserem Gerhard sehr ans Herz gewachsen. Das Kurssymbol wollte er in seinen Sarg gelegt bekommen. An der Tagung im vorigen Jahr, beim Arbeitseinsatz und an unserem Zwischentreffen im November, hat er noch teilgenommen. In den letzten Jahren, die schon von Krankheit gezeichnet waren, sehnte er sich nach seiner verstorbenen Frau Mariechen. Von seinen Kindern umsorgt und in der Hoffnung auf seinen baldigen Heimgang zum himmlischen Vater ist er friedlich eingeschlafen. Mit allen Kindern zusammen ist noch eine heilige Messe im Krankenzimmer gefeiert worden, an der er geistig voll daran teilgenommen hat. Immer wieder wünschte er sich Marienlieder. Ein Bild von Pater Kentenich hat er noch in seinen Händen gehalten. Tatsächlich, der Himmel füllt sich mit herrlichen Gestalten. Wir sind dem Himmel dankbar, dass wir so einen Kursbruder haben durften. Er war ein Geschenk für uns alle. Maria und Günther Herrmann
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Alwine Finke ein Bild aus früherer Zeit |
Alwine Finke (West, 1.Kurs), * 22.10.1910, + 06.06.2008 in Bottrop Rat und Tat von Frau Alwine Finke und ihrem Mann Heinrich hatten Gewicht! Viele Projekte, besonders aber das Schönstatt-Zentrum in Essen oder auch der Josef-Kentenich-Hof in Hillscheid mit deren Kapellchen, wären nicht so wunderbar verwirklicht worden, wenn Menschen wie Fam. Finke, mit großem Können, unermüdlichem Fleiß und Treue, die Geschicke nicht in die Hand genommen hätten. Die Ausstrahlung des Ehepaares auf z.B. sich orientierende junge Bundeskandidatenfamilien war derart gut, dass man deren Beispiel gerne folgen konnte. Sie sparten nicht mit Lob und waren immer zuversichtlich. Die räumliche Nähe zu ihnen und das immer wieder miteinander zu tun haben, ließen uns besonders im Nachhinein erkennen, welch wunderbare Menschen die "Alten Finkes" aus Bottrop waren: Ehrlich und mit beiden Beinen auf dem Boden der Realität. Tapfer das Alter mit allen Begleiterscheinungen ertragend, äußerte sie oft ihre Sehnsucht nach ihrem verstorbenen Mann, den Getreuen aus früheren Tagen und dem Josef-Kentenich-Hof. Was ihr blieb war das Gebet auch für uns als Gemeinschaft. Sie zeigte bis zuletzt großes Interesse am Geschehen des Familienbundes. Ihren trockenen Humor behielt sie sich bis zuletzt. Mit einem Augenzwinker sagte sie kurz vor ihrem Tod: "Ich glaube, jetzt werde ich alt; die werden mich im Himmel doch wohl nicht vergessen haben!" Gerburg und Bernd Bäcker
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Elisabeth Schroeder |
Elisabeth Schroeder (West, 1.Kurs), * 23.11.1911, + 10.06.2008 in Düsseldorf Für uns war sie vor allem in den letzten 10 Jahren unsere liebe Else. Trotz vieler Beschwerden war sie immer frohgemut. Man konnte sich mit ihr über alles unterhalten: Zeitgeschehen, Politik, Religion, natürlich auch über Schönstatt und den Familienbund. Am meisten freute sie sich, wenn man mit ihr einen Spaziergang machte oder sie zur Hl.Messe abholte, denn in den letzten Jahren fiel ihr das Gehen schwer. Elisabeth Schroeder war Lehrerin und aus diesem Beruf erwuchs ihr großes Allgemeinwissen. Bis Anfang 2008 nahm sie wenn möglich an Gruppenstunden teil. Die Gruppe traf sich meistens in ihrem Heim. Sie freute sich, dass die Kurse heute durch die Arbeit der Bundesgruppen so gut zusammen gewachsen sind. Da sie zum Gründerkurs gehörte, bereicherte sie noch im hohen Alter die Bundesgruppe durch ihre authentischen Berichte aus der Gründungszeit, in der sie und ihr Ehemann Heinrich sich nach dem Ideal der vorsehungsgläubigen Coenaculumsfamilie ausstreckten. Vergessen dürfen wir nicht ihren Humor. Oft hat sie bei Tagungen mit ihren Vorträgen zum bunten Abend beigetragen, am liebsten in "Düsseldorferisch", denn sie meinte, das kann man nicht mit jeder Person sprechen. Ilse und Heinz Nyssen
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