Bundesfamilien berichten     -    Oktober 2008

            

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3.-5.Oktober: Le Grain - Das Saatkorn - Josef Engling

4./5. Oktober: "Kirmes" auf dem Josef-Kentenich-Hof
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3.-5.Oktober: Le Grain - Das Saatkorn - Josef Engling

Am 4.Oktober 1918 wurde es bei Cambrai in die Erde gesenkt. Vier Monate davor hatte Josef Engling im Granattrichter bei Merville sein Leben angeboten für die Verwirklichung der Ziele, die der werdenden Schönstattbewegung vor Augen standen. Nach 90 Jahren wächst an diesen beiden "heiligen Orten" ein zartes Pflänzchen der Verbundenheit von Franzosen und Deutschen in der gemeinsamen Freundschaft mit Josef Engling, dem "Heiligen der Versöhnung", dessen Seligsprechungsprozess vor kurzem in der Diözese Trier abgeschlossen wurde.
Merville - la petite chapelle
zum Festtag geschmückt
Mitglieder aus den Leitungen der Schönstattgemeinschaften hatten sich im Haus der Familie zusammengefunden, um gemeinsam eine Wallfahrt nach Merville und Cambrai zu planen und die Vorbereitungsaufgaben geschwisterlich zu verteilen. Josef Engling, dem das "Heiligtum der Einheit" bei Cambrai zu verdanken ist, sollte zum Gedenktag seines 90.Todestag die Einheit der Schönstattgemeinschaften erfahrbar machen, was ihm vorzüglich gelungen ist. Über 100 Schönstätter, Schwestern, Patres, Frauen, Männer, Familien, Jugendliche, auch einige aus dem Ausland, folgten der Einladung zu dieser Wallfahrt. Gemeinsam wollten sie in diesen Tagen Josef Engling und unseren französischen Geschwistern begegnen. Vom Familienbund waren 20 Personen im Alter von 4 bis 86 Jahren dabei.

3. Oktober: 18.00 Uhr: Statio am Memorial in Merville. Aus dem bis auf den letzten Platz gefüllten Omnibus und einer langen Kette von PKWs quoll der Inhalt hinaus in den flandrischen Sturm und Regen. Das war eine gute Einstimmung der Wallfahrt, denn solches Wetter wird Josef sicher öfters erlebt haben. Pere Nicolas Tiberghien, der Dekan und Pfarrer von Merville begrüßte mit großer Freude die Anwesenden.
19.00 Uhr: Ein von Ehrenamtlichen der Pfarrei liebevoll gerichteter Abendimbiss im "Maison Dioecésaine d´Accueil" (diözesanes Tagungshaus), das uns Herberge bot.   -    Danach: Begegnung mit französischen Englingfreunden. Pater Schmiedl informierte in deutsch und französisch über den Stand des Seligsprechungsprozesses.
Fröhliches Wiedersehen
Statio mit Englingwetter
Abendessen im festlichen Speisesaal
P.Schmiedl beantwortet Fragen

4. Oktober: Den ganzen Tag viel Wind und kein Tropfen Regen!   -    Den eigentlichen "Josefstag" begingen wir in und bei Cambrai (100 km von Merville entfernt). Am späten Vormittag feierte Erzbischof Garnier von Cambrai mit 12 Konzelebranten einen Festgottesdienst in der Kathedrale von Cambrai. In seiner Predigt zog er Verbindungen zwischen dem Tagesheiligen Franz von Assisi und Josef Engling. An seiner herzlichen Freude erkannte man, wie gut er Josef Engling kennt und wie sehr er ihn (und Schönstatt!) schätzt.
Pontifikalmesse in der Kathedrale
Erzbischof Garnier
Der Domchor singt
Abbé Fleury dankt
"Ikonostase" am Altar

Erzbischof Garnier lud ein, im Anschluss an die Eucharistiefeier die Kathedrale zu besichtigen, und vor allem auf die Füße von Gott Vater zu achten. Danach begleitete er uns zum Kriegerfriedhof an der rue de Solesmes, wo höchstwahrscheinlich Josef Engling in einem Massengrab beigesetzt ist.
Kriegerfriedhof
Massengrab mit Englings Gebeinen
Ein langer Korso mit in Cambresis normalerweise seltenen deutschen Autos quälte sich ziemlich verkehrswidrig durch den mittäglichen Verkehr zum Kriegerfriedhof.

Derweil hatten im Gemeindesaal von Thun-St.Martin gute Geister ehrenamtlich ein Fünf-Gänge-Menu für uns vorbereitet. Sie mussten lange warten, bis die 140 Franzosen und Deutsche mit einer Stunde Verspätung zum Mittagessen kamen.
Mittagessen

Mit kurzem Besuch einer Engling-Dokumentation in Escaudoeuvres, Statio an der Gedenkstätte in Eswars, Josefsweg von Eswars zum Heiligtum der Einheit, Englingfeuer, Abendimbiss in Thun St.Martin, nächtliche Suche nach dem Rückweg nach Merville und einem entspannenden Abendhock war der Rest des Tages bis gegen Mitternacht restlos ausgefüllt. Wer die Gegend kennt, weiß wie viele Ortsverschiebungen nötig sind für dieses Programm; wer mit dem Begriff "Josefsweg" nichts anzufangen weiß, schaue z.B. in den Familienbundnachrichten vom Oktober 2003 nach. Ziemlich ähnlich war es auch dieses Mal.
Statio in Eswars
Paul Hannappel
Josefsweg
Josefsweg
Englingfeuer

5. Oktober: Sonntag-Vormittag in Merville   -    Rathaus und Kirche geschlossen.
10.00 Uhr: Ein Sektempfang im Rathaus durch einen Bürgermeister mit Amtskette (wie im vergangenen Jahr! ) fand nicht statt. Aber auch der neue Bürgermeister, Jacques Parent, suchte den Kontakt mit uns und beehrte uns mit einem ganz legeren Besuch im Maison Dioecésaine d´Accueil. Den Hinweis von Gertrud und Hans Zier, dass Merville durch Josef Engling in der ganzen Welt bekannt würde, beantwortete er mit einem neu erschienenen Buch über Kapellen und andere christliche Denkmäler in und bei Merville, in dem auch "la petite chapelle de Josef Engling" an der rue de Maroeuil beschrieben wird. Er signierte das Buch und überreichte es als Geschenk.
11.00 Uhr: Die Pfarrkirche St.Pierre von Merville wird renoviert, ist eingerüstet und nicht benutzbar. Das ist der Grund, warum der ebenfalls neue Bischof von Lille verständlicherweise nicht anwesend war; er kann nicht seinen ersten Pastoralbesuch in Merville machen, solange die Kirche nicht benutzbar ist. Es wäre von der Bevölkerung nicht verstanden worden, wenn er seinen ersten Besuch in Merville "uns zu Ehren" und nicht wegen der Pfarrei gemacht hätte. - Der Sonntagsgottesdienst fand deshalb in der Wallfahrtskirche Notre Dame du Sart statt (2 km von Merville). Msgr.Tiberghien, Pater Schmiedl und Pater Brath konzelebrierten und stellten Josef Engling der Gemeinde vor. Mit einem Extra-Dank an die Personen aus Merville, die für die Pflege des Memorials sorgen, verabschiedeten wir uns im strömenden Regen, der uns auf der Heimfahrt ein treuer Begleiter war.
Staat und Kirche
Geschenk des Bürgermeisters
Sonntagsmesse in Le Sart
Press-Office war auch dabei. Schw. Kornelia notiert eifrig. Wir werden als Postscriptum einen Link auf ihren Bericht anfügen und empfehlen ihn jetzt schon Ihrer Lekture.
Sr.Kornelia vom Press-Office

abg, 07.10.08
PS: 14.10.08 - Heute erschien der obengenannte Artikel auf der Seite des Press-Office
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4./5. Oktober: "Kirmes" auf dem Josef-Kentenich-Hof

Mancher wird sich verwundert fragen - schon wieder Kirchweih? Das stand doch vor kurzem bereits in den Bundesnachrichten.
Der 25. Kurs wurde angefragt, den Gottesdienst am 5. Oktober als Kirchweih-Nachfeier zu gestalten. Diesen Auftrag nahmen wir gerne an. Der 30. Jahrestag der Kapellchenweihe am 24. September fiel auf einen Werktag. Zum festlichen Gottesdienst versammelte sich eine ansehnliche Gemeinde. Das stürmische Herbstwetter verstärkte den bergenden Charakter unseres Heiligtums. Fast alle fanden einen Platz im Kapellchen.
Pater Grill fesselte die kleinen und großen Gottesdienstbesucher in seiner Ansprache mit drei Leitgedanken: Vivat sanctuarium - es lebe das Heiligtum! Cor unum in patre - ein Herz im Vater! Gesegneter Ort - Gottesmutter, steige hernieder!
Am Beginn der Predigt stellte er die Frage: Was nützen die vielen Kirchen, wenn wir nicht selbst lebendige Heiligtümer werden?
Pater Grill begrüßt die Gemeinde ...
... und verkündet das Evangelium
Ingrid Elbert singt aus voller Kehle
Die Kinder gestalten ein Heiligtum

Am Vorabend des 5. Oktober feierten wir Kirmes.

   Onse Kermes, se lebe: hoch
   se lebe: hoch
   un noch e Stickche: hecher
   Boos hom mer huit? Kermes
   Boos hom mer morn? Kermes
   Boos hom mer die gonz Woch? Kermes!


Mit diesem Kirmesruf aus der Rhön
eröffnete Kilian Schlosser den Festabend.
Übersetzung für "Ausländer":

   Unsere Kirmes, sie lebe: hoch,
   sie lebe: hoch!
   und noch ein Stückchen: höher!
   Was haben wir heute? Kirmes!
   Was haben wir morgen? Kirmes!
   Was haben wir die ganze Woche? Kirmes!

Tanzeinlage der Kinder
Tombola von Familie Wanschura
An diesem Abend gab es eine besondere Tombola. Familie Wanschura lud uns ein, Beiträge zum Gnadenkapital gegen Lose einzutauschen. Jedes Los war einen Gewinn. Die Kinder überraschten uns mit einem bunten Programm. "Wetten dass..." gab es nicht nur mit Thomas Gottschalk im Fernsehen. Konstantin "Thomas" Schlosser moderierte gekonnt das Programm. Als Wettpaten begrüßte er "Sarah Connor", "Thomas Godoj" und "Claudia Schiffer". Die Gäste im Saal wurden aktiv in das Programm mit einbezogen. Die Erwachsenen hatten knifflige Aufgaben zu lösen. An diesem kurzweiligen Abend gab es nur Gewinner.
Fam. Haiber mit einem Hauptgewinn
Konstantin Schlosser
Kinderpolonaise
Tanz der Jugend
"Bodenturnen"

Wir tragen die Kinder
Die Kinderbetreuung im Volleinsatz
Bernhard Senk mit Diabolo
Meisterin Helena Haiber
Josef Wieland gibt alles

Andrea und Thomas Fell, 10.10.08
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